Solothurn

Im Volleyball-Ferienpass ist Teamgeist gefragt

20 Kinder besuchen den von Volley Solothurn angebotenen Ferienpass-Kurs in der Reithalle.

Auch in der letzten Sommerferienwoche werden die Kurse des Ferienpasses fleissig besucht: Die beiden angehenden Studentinnen Elena Sauser (21) und Anina Mathivannan (19), Spielerinnen bei Volley Solothurn, führen 20 Kinder in die sportliche Welt des Volleyballs ein.

Miteinander gegeneinander

Während eines Völkerballs sollen sich die 20 Kinder näher kennenlernen und in den Teamsport mit Ball eingeleitet werden. Was aber ein «Miteinander gegen das andere Team» sein sollte, wird schnell zu einem männlich dominierten Ballkampf. Da muss die erste Maxime der Sportart eingeführt werden: Volleyball ist kein Ping-Pong-Spiel zwischen zwei Einzelspielern aus den Gegnerteams, sondern ein «Miteinander-Gegeneinander».

In einem kleineren Rahmen wird das Miteinander auch im nächsten Abschnitt thematisiert. Einen spielerischen Fitnessparcours sollen die Kinder in Zweiergruppen durchlaufen. Seilspringen, Klettern, Balancieren, Ballkontrolle und Reaktionsgeschwindigkeit sollen geübt werden. Doch schon nach einem Durchlauf fragt eine Teilnehmerin: «Aber wann spielen wir denn richtiges Volleyball?»

Das «richtige» Volleyball

Nach einem kurzen Zvieri ausserhalb der schwülen Luft in der Reithalle, geht es endlich an den Volleyball. Dass das richtige Volleyball-Spielen nicht nur den guten Umgang mit dem Ball verlangt, sondern auch die eben geübten Fähigkeiten, merken die Teilnehmer schnell im nächsten Abschnitt. Schrittweise werden die Grundgesten des Volleyballs, Touche und Manchette, geübt. «Der Ball kommt nicht zu euch, sondern ihr müsst zum Ball», erklärt ihnen Mathivannan. Um diesen Ball auch zu treffen, müssen die Spieler eben lernen zu sehen, wo der Ball hinfliegt, schnell hinlaufen und ihn kontrolliert berühren.

An einem Nachmittag kann nicht jede Technik einer Sportart erlernt werden. Vor allem die Jungs scheinen enttäuscht davon zu sein, denn sie hätten gerne noch den Smash und den Block angeschaut, also wie man den Ball «abeschmätteret». In einer letzten Phase dürfen die Kinder die erlernten, aber auch die nicht erlernten Gesten aus dem Volleyball, im Spiel anwenden. Gerade hier spüren die Einzelkämpfer den Druck aus dem gegnerischen Team, das miteinander kommuniziert und spielt: Der gemeinsame Weg scheint nicht nur effizienter, sondern auch lustiger zu sein. Diese Erkenntnis ist doch eine wahrlich gelungene erste Lektion. (ams)

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