Solothurn

Im «Türk» an der Schaalgasse werden jetzt Cocktails geschüttelt

André Scheidegger (Moodpix)

André Haueter hinter seiner Cocktailbar «zum Türk»

André Scheidegger (Moodpix)

André Haueter eröffnet am Samstag an der Schaalgasse 11 in Solothurn seine eigene Cocktail-Bar «zum Türk».

Lange regte sich nichts im «Türk» an der Schaalgasse. Doch nach einer viel zu langen Zeit dunkel gebliebener Schaufenster kehrt wieder Gastlichkeit ins Lokal zurück: André Haueter, bekannt als Co-Geschäftsführer der Hafebar, eröffnet dort am Samstag seine eigene Cocktail-Bar «zum Türk». Dem Namen bleibt er treu – nicht nur wegen des denkmalgeschützten orientalischen «Toggus», der über dem Eingang der Hausnummer 11 thront. Der Titel «Türk» ging ins Altstadtbewusstsein ein, nachdem sich einst ein türkischer Angestellter der Beiz seiner Freundlichkeit wegen um diesen Namen verdient gemacht hatte.

Gastfreundlichkeit und ein Bartender-Master

Dieser Symbolik will auch Haueter gerecht werden. «Was an Gastfreundschaft in den vergangenen Jahren verloren gegangen ist, will ich wieder aufgreifen.» Doch damit allein schüttelt sich bekanntlich noch kein Mai-Tai oder ein Whisky Sour zur genussfertigen Vollendung. Haueter blickt auf einige Lehrjahre im Barbereich zurück. Vor fünf Jahren kam er in Solothurn an und lernte das Barwesen kennen und lieben. Zwischenzeitlich absolvierte er die Barkeeper-Ausbildung als Master of Bartending Spirit and Wine. Nicht weniger als 120 Rezepte musste er für die Prüfung büffeln und aus dem Ärmel resp. dem Shaker schütteln. «Ich schuf mir eine gute Grundlage für das, was ich hier nun aufbauen konnte. Und um einige Erfahrungen reicher – traf ich einen wohlüberlegten Entscheid.» Nach einer langen Suche nach dem geeigneten Lokal in der Altstadt stiess er in der Schaalgasse auf sein Wunschobjekt der Eigentümer Reto und Bea Büttiker und brachte es zusammen mit Handwerkern und Freunden auf Vordermann. Die uralten Balken wurden bis auf die ursprüngliche Fläche gesandstrahlt, die Wände stimmungsvoll bemalt, die Lampen aufgefrischt und der Boden erneuert. Ausserdem erhielt das Lokal eine beeindruckende Bar mit Etagenauslagen für die Cocktail-Zutaten verpasst, sowie mit einem aus massiver Eiche gezimmerten Barblatt.

Entschleunigter Kontrast zum Landhausquai

Haueters Betrieb mit 40 Innenplätzen sowie einzelnen Aussensitzplätzen soll einen entschleunigten Kontrast zum Angebot am Landhausquai bieten, gerade im Sommer. «Ein Zulauf wie am Aaremüürli wäre hier kaum zu bewältigen», sagt Haueter, der mit einer festangestellten Person sowie Mitarbeitern im Stundenlohn startet. «Und ein Cocktail braucht seine Zeit zum Entstehen.» Das Angebot soll mit 40 Cocktails starten und dann später ausbauen. Haueter hat auch Eigenkreationen, sogenannte «Signature Cocktails», in Sinn. Und: «Auch möchte ich mit Zutaten experimentieren, die in ihrer Kombination eher unerwartet sind.»

Was vor allem Fasnächtler interessieren dürfte, die dem «Türk» als Narrendestination nachtrauern: «Das Lokal soll – halt ohne Essen – eine Plattform für Schnitzelbänkler bleiben», so Haueter. Und dies gilt bereits für die Fasnacht 2020.

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