Neuer Pächter
Im «Rust» wird Solothurns erste französische Brasserie eröffnet

Jetzt ist klar, was nach dem Café Rust kommt. Im Mai 2015 soll in der Liegenschaft am Solothurner Märetplatz eine französische Brasserie eröffnen. Der Name lautet «Fédérale».

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Aus dem bisherigen Restaurant Rust wird eine Brasserie.

Aus dem bisherigen Restaurant Rust wird eine Brasserie.

Wolfgang Wagmann

Das Café Rust wird Ende September 2014 schliessen. Was nachher kommt, ist schon klar: Eine Brasserie namens «Féderale». Das Unternehmen Bader Gastronomie & Consulting (bgc) wird die Tore im Mai 2015 mit der französischen Brasserie neu eröffnen. «Mit der neuen Brasserie bekommt die schönste Barockstadt der Schweiz ein Stück Geschichte zurück», teilt bgc am Freitag mit.

Das Unternehmen aus Cham hat sich als Pächterin gegen eine Confiserie, eine Schnellimbiss-Kette und einen internationalen Café-Vermarkter durchgesetzt.

Fritz J. Bader, Inhaber der Bader Gastronomie & Consulting.

Fritz J. Bader, Inhaber der Bader Gastronomie & Consulting.

zvg/Bader Gastronomie & Consulting

Inhaber des «Fédérale» ist Fritz J. Bader, Bürger der Stadt Solothurn und ebenfalls Inhaber des «Ana Capri» am Friedhofplatz. «Ich schätze mich enorm glücklich, dass ich mit meiner Brasserie-Idee den Wettbewerb gewinnen konnte und freue mich in meiner Heimatstadt einen zweiten Betrieb an bester Lage zu eröffnen», wird Bader, der auf eine über 40-jährige Berufskarriere im Gastgewerbe zurückblicken kann, zitiert. Die Struktur des Gastronomie-Angebotes der Stadt und die Premium-Lage des Cafés Rust würden ideale Voraussetzungen für die Umsetzung eines Bistro-/Brasserie-Betriebes bieten.

Ambassadoren-Zeit inspirierte

Inspiration für das neue Gastronomie-Konzept haben die neuen Pächter im geschichtlichen Fundus der Ambassadoren-Zeit gefunden. Bei den Recherchen hat auch die Denkmalpflege Solothurn mitgeholfen. Dabei wurde ersichtlich, dass dieses geschichtsträchtige Haus um 1664 erbaut worden ist. Zu dieser Zeit war Solothurn eine angesehene Ambassadoren-Stadt, französische Botschafter liessen sich gerne in Soleure nieder.

Zwischen 1703 und 1824 gehörte das Haus der Familie Gugger und wurde als Restaurant «Café Brasserie Fédéral» geführt. Es kamen Umbauten dazu und aus dem Restaurant wurde das Warenhaus «Grand Magasin Fédéral». Später diente es auch als Büromaschinen-Domizil.

So hat es am Märetplatz zu Zeiten des Grand Magasin Fédéral ausgesehen

So hat es am Märetplatz zu Zeiten des Grand Magasin Fédéral ausgesehen

zvg/Bader Gastronomie & Consulting

Das neue «Fédérale» wird im Parterre und auf der Aussenterrasse ein Bistro bieten. In der ersten Etage - in der sogenannten «Bel-Etage» - wird es ein Restaurant geben, das französische Spezialitäten anbietet. Bader will einheimische Lieferanten berücksichtigen.

Fritz J. Bader arbeitet in finanzieller Hinsicht mit Hotelier Peter Lustenberger zusammen. Der umfangreiche Umbau und Ausbau im Erd- und Obergeschoss soll im November 2014 beginnen.