Die Rosskastanienbäume zwischen dem Kunstmuseum und der Werkhofstrasse sind weg, Bagger schichten das wurzeldurchsetzte Erdreich zu grossen Hügeln auf. Doch noch hat der unterirdische Einbau des Kulturgüterschutzraumes, wo künftig die nicht ausgestellten Kunstschätze des Hauses deponiert sind, nicht begonnen. «Zurzeit werden die Swisscom-Leitungen umgelegt, da die bestehenden Leitungen im Bereich der Baugrube des Schutzraum-Neubaus liegen», erklärt Andrea Lenggenhager, Leiterin Stadtbauamt. Die Arbeiten würden jedoch ausserhalb des Projekts erfolgen und gingen deshalb nicht zulasten der Stadt, sondern der Swisscom. Diese Arbeiten sollten bis Mitte November abgeschlossen sein.

Wann das Museum zu ist

Für den Kulturgüterschutzraum, der aus einem 24-Stunden-Raum mit 43 Kubikmetern Inhalt und Lagerflächen von 692 Kubikmetern besteht, beginnen die Baustelleninstallation und die Vorarbeiten ab November, der offizielle Baubeginn mit Aushub ist auf den Januar 2015 angesetzt. «Gegenwärtig stecken wir noch in der Ausführungsplanung. Der Bund hat zwar das Bauprojekt genehmigt, doch das Ausführungsprojekt muss noch beim Bund eingegeben werden», erklärt Lenggenhager weiter. Zurzeit sei man daran, mit den Unternehmern ein detailliertes Terminprogramm auszuarbeiten. Nach den heutigen Erkenntnissen sind wir jedoch mit dem Projekt im Zeitplan.» Auch seien 80 Prozent der Arbeiten vergeben, und man bleibe bisher im Kostenrahmen.

Wegen der beengten Platzverhältnisse zwischen dem Haus und der Werkhofstrasse sei das Bauen unter Aufrechterhaltung des Museumsbetriebs eine Herausforderung, so die Bauamtsleiterin. Das Kunstmuseum bleibe grundsätzlich für den Besucher offen, bis auf die Bauphase zwischen dem 9. Januar und dem 7. März. Da bleibe das Museum geschlossen, denn in dieser Zeit würden Anpassungsarbeiten im bestehenden Gebäude erfolgen.

Vor knapp einem Jahr hatten die Stimmberechtigten der Stadt dem Kredit von 6,2 Mio. Franken mit 70,7 Prozent klar zugestimmt. Von dieser Summe sind bereits 3,5 Mio. vorfinanziert, 680 000 Franken steuert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz bei und weitere 50 000 die Mathys-Stiftung.