Stadtbummel

Im Lande des Löchelns

Dieses Wochenende steht wieder das Streetfood Festival an – um Löcher im Bauch zu füllen.

Das Sommerloch gilt als gestopft: Es läuft viel im Stedtli! Das Volk weiss wieder, wohin am Wochenende gehen, und die Zeitung, worüber schreiben. Die Angebote an Veranstaltungen werden zusehends breiter und man wird mit Flyern oder Hinweisen auf sozialen Netzwerken geradezu überhäuft. Dabei soll doch die Maus das Loch suchen und nicht das Loch die Maus, wie ein alter Spruch sagt.

Gelocht wird momentan auf dem Postplatz, wo die veraltete Kanalisation erneuert wird. Ab sofort muss man sich also auf eine verändernde Verkehrsführung gefasst machen. Das mit der Regenwasserentlastung westlich der Altstadt ist eine wichtige Sache, selbst wenn da über eine Million «verlocht» wird.

Löcher gibt es hinter der Reithalle hingegen keine, wo seit Anfang Woche die «Zeltstadt» für die HESO aufgebaut wird. Erstaunlich, wie schnell sich dieser Platz verändern kann. Vom Zirkuszelt zum Messezelt. Im Loch unten – gemeint ist der Schanzengraben – werden auch bald neue «Bodenbeläge» folgen, zum Beispiel die Holzschnipsel für die Säuli-Arena, Sägemehl für das Schwingerzelt oder ein Bretterboden für den Saloon. Die HESO kann kommen!

Wer ein Loch im Bauch hat, kann es diese Tage unter der Leporello-Brücke stopfen: Dort findet nämlich das fünfte Streetfood Festival statt. Hingehen und fein essen – nicht etwa saufen wie ein Loch! Und wer zu viel gegessen hat, kann ja am Sonntag am Weissensteinlauf teilnehmen. Der Berglauf auf den Solothurner Hausberg ist übrigens über 14 Kilometer lang. Da kann es schon sein, dass der eine oder andere oben aus dem letzten Loch pfeift. Immerhin könnte man dann die LED-Hellsten auf Rot schalten, damit jeder weiss: Halt, hier ist fertig!

Eingelocht wurden sie an diesem Ort, die Straftäter. Früher jedenfalls. Die Rede ist vom Schöngrün. An dieser Stelle nimmt die geplante Wohnsiedlung langsam Formen an. Halbrunde, um genau zu sein. Zurzeit ein spannender Ort für Baustellen-Liebhaber oder Kinder im «Kran-und-Bagger-Alter».

Mit dem Sommerloch endet eben auch der Sommer. Oder wie sollen die Unter-20-Grad-Temperaturen und der Regen Anfang Woche gedeutet werden? Wieder eine Jacke anziehen, wenn man am Morgen zur Arbeit muss? Ungewohnt! Aber deswegen muss man ja nicht gleich in ein Loch fallen: Der Spätsommer wird uns schliesslich nicht im Stich lassen. Man schaue nach draussen! Voilà.

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