Solothurn
Im Kunstsupermarkt gingen über 3000 Bilder über die Theke

In den letzten zwei Monaten konnte sich Peter-Lukas Meier, Initiant des Solothurner Kunstsupermarktes, über das Publikumsinteresse nicht beklagen. Mehr als 3000 Bilder wurden verkauft.

Wolfgang Wagmann
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Peter-Lukas Meier wird auch im nächsten November wieder einien Kunstsupermarkt organisieren.

Peter-Lukas Meier wird auch im nächsten November wieder einien Kunstsupermarkt organisieren.

Hanspeter Bärtschi

Erneut eine Erfolgsgeschichte schreibt Peter-Lukas Meier mit seinem 14. Kunstsupermarkt in der Vorstadt. «Wir hatten über die ganze zweimonatige Ausstellungsdauer hinweg konstant viel Publikum. Auch am vergangenen Sonntag, dem letzten Ausstellungstag, kamen nochmals Hunderte von Interessierten vorbei», meint der Initiant und Verleger des Rothus Verlags.

So seien über 3000 Bilder verkauft worden, rund die Hälfte der Werke, die insgesamt 80 eingeladene Kunstschaffende bereitgestellt hatten.

Aufgrund dieser Verkaufszahlen, die sich im Rahmen der Vorjahre bewegen, schätzt Meier die Besucherzahl seit dem 6. November auf «über 20 000 Personen». Dieser Aufmarsch sei sicher auch in den Vorstadt-Restaurants und in den Stadtgeschäften spürbar gewesen; «zudem wurden von uns einige Hotelübernachtungen vermittelt.»

Was alles gefällt

Die Motivation des Publikums, im Kunstsupermarkt einzukaufen, liegt weniger im allgemeinem Schenk-Boom auf Weihnachten hin. «Ein Bild als Geschenk ist heikel», weiss Peter Lukas-Meier. So kämen «Stammgäste» der Ausstellung, um gleich drei, vier Werke für sich selbst zu erwerben. «Dabei steht natürlich oft der dekorative Anspruch im Vordergrund», so Meier. Besonders gefragt war laut dem Organisator «informelle Kunst», Bilder mit unterschiedlichen Farben und Strukturen ohne figürliche Darstellungen.

Als «Hot Spot» entpuppte sich aber am diesjährigen Kunstsupermarkt der Basler Künstler Kevin Hell, dessen exakte, sehr filigrane Zeichnungen - darunter auch einige Solothurner Sujets - innert zehn Tagen verkauft waren. Ebenfalls sehr erfolgreich war ein afrikanischer Künstler mit spanischen Wurzeln, dessen einfache, fast primitiven figürlichen Darstellungen reissenden Absatz fanden. «Kunst aus anderen Kulturkreisen ist immer heikel», verweist Peter Lukas Meier auf einen anderen Teilnehmer aus Ecuador, dessen Werke eher in den Regalen liegen geblieben sind. Wichtig ist für den Kunstsupermarkt-Initianten, dass immer wieder neue Werke und jeweils auch ein Drittel an neuen Kunstschaffenden in der Vorstadt präsent sind.

Auf die Werbung kommt es an

Diesmal war der routinierte Ausstellungsmacher besonders gefordert, denn «wir verfügten erstmals über keinen grösseren Sponsor und mussten die ganze Werbung alleine machen. Unter diesen Umständen ist der Kunstsupermarkt sehr gut verlaufen.» Peter-Lukas Meier sucht nämlich für seinen Event nicht primär Geldgeber als Sponsoren, sondern Firmen als Werbeplattformen. Ist sich doch der Organisator völlig im Klaren, dass nur eine nationale Resonanz das gewünschte Publikum in die Solothurner Vorstadt bringt. «Nur gerade 30 Prozent aller Besucherinnen und Besucher stammen aus der Grossregion Solothurn», weiss Meier aus Erfahrung. Deshalb hatte er im «Raiffeisen-Panorma» schweizweit geworben, und «gute Erfolge brachte auch die Bus-Anzeigenwerbung in Bern und Aarau.»

Jedenfalls habe der erneute Erfolg des Kunstsupermarkts dazu beigetragen, dass es auch im nächsten November wieder zu einer 15. Neuauflage in der Rothus-Galerie kommen wird. «Und dank des Erfolges sind die Aussichten gut, dass wir wieder über einen grossen Sponsor verfügen könnten», freut sich der Macher des Kunst-Events.