Patrick Marti vom Projektteam des «Heimart»-Ladens am Stalden macht sich auf eine intensive Weihnachtszeit gefasst. Seine Perspektive: dass die handwerklichen Erzeugnisse aus 15 Institutionen mit behinderten Menschen in der Geschenkezeit Absatz finden. «Unser Umsatz seit Eröffnung im Februar hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen», so Marti.

Nun scheint die Zuversicht abermals berechtigt: Im Rahmen einer zweijährigen Zusammenarbeit hat sich der Lions Club Solothurn Aare entschlossen, von «Heimart» jährlich für 1000 Franken Geschenke zu beziehen und die Institution so zu unterstützen.

«Die Idee kam auf, als wir für Referenten unserer Anlässe ein Dankesgeschenk gesucht haben», erinnert sich Daniel Wyss, Präsident des Lions Clubs Solothurn Aare. Beim Serviceklub, der auch soziale Projekte unterstützt, wollte man nicht einfach einen Betrag sprechen. «Es ging uns nicht um eine Gewissensberuhigung, sondern um eine Win-win-Situation für alle», so Wyss.

Gerade der Unternehmergedanke, der bei «Heimart» gleichsam der freien Privatwirtschaft herrscht, fasziniert ihn. Hier werde nicht einfach ein Produkt verkauft, sondern auch eine Dienstleistung wie Lieferung oder Beratung. «Der ‹Heimart›-Laden verdeutlicht, dass bei Menschen mit Behinderung wertvolle Ressourcen zum Einsatz kommen.» Conny Grossenbacher, Medienverantwortliche beim Lions Club Solothurn Aare, erhofft sich durch die Unterstützung, dass die Arbeit aus den Heimen so eine höhere Wertschätzung erfährt.

Zuversicht für die Zukunft

Der «Heimart»-Laden steht unter der Führung von «Solodaris», Stiftung und Stätte für Menschen mit psychischen Behinderungen. Da gleichenorts auch das Atelier der Institution angesiedelt ist, wird das Geschäft ohne personellen Mehraufwand geführt. Dafür sorgen auch Klienten, die von den einzelnen Standorten nach Solothurn kommen, um im Laden mitzuwirken: «Dieser Job ist bei den Bewohnern beliebt», weiss Marti, der auch Gesamtleiter des «Rodania» in Grenchen ist.

Mehrere Jahre suchte man nach einer Liegenschaft, bevor man am Stalden 4 auf einen geeigneten Standort stiess. Trotz vorhandener Bedenkenträger zog das Projektteam seine Grundidee durch. «Und wenn man von den geleisteten Einsätzen unserer Leute absieht, dann sind wir auf gutem Weg, selbsttragend zu werden», so Marti. Derzeit schätzt er eine Deckung von 70 bis 75 Prozent. «Und eben: Die besten Wochen kommen erst ...». Dies schliesst auch die Heimart-Ausstellung im Landhaus (10./11. Dezember, 13–20 Uhr) mit ein.