Der Februar reihte sich in die inzwischen lange Liste der zu warmen Wintermonate ein. Mit einem Monatsmittel von 4,3 Grad übertraf er in der Region den Langzeit-Durchschnitt um erkleckliche 3 Grad. Niederschläge gabs nur in den ersten zwölf Tagen, sodass das Regenmessgerät im Wallierhof bei einer bescheidenen Monatsmenge von 44,9 Litern oder Millimetern pro Quadratmeter verharrte. Das entspricht keinen 50 Prozent des üblichen Niederschlags.

Zuerst noch winterlich

Der Start in den Monat war noch ausgesprochen nass und bald einmal auch kalt. Die Schneedecke wuchs am 3. Februar noch um einige Zentimeter, und am 5. wie dem 6. setzte es bei Hochnebel gar zwei Eistage mit Minima von 4 Grad unter Null ab. Die Erwärmung trat vorerst nur sehr zögerlich ein, und für einmal herrschten in den Sportferien auf den Jurahöhen optimale Bedingungen für den Wintersport. Nochmals und vorderhand letztmals einige Flocken gesichtet wurden am 11. Februar.

Die Krokusse blühen

Ab dem 12. dagegen setzte sich jenes markante Hoch durch, das bis zum Monatsende durchhalten sollte und bei täglich viel Sonnenschein für Frühlingsgefühle sorgte. Die Krokusse schossen im Rekordtempo aus dem Boden, und in der Solothurner Riviera entlang des Landhausquais herrschte eine schon fast hochsommerliche Stimmung. Allerdings hiess es sich für den Morgenkaffee warm anzuziehen, denn nachts sank das Thermometer noch durchaus in den Minusbereich. Damit blieb auch auf dem Göiferlätsch vorderhand eine geschlossene Schneedecke erhalten.

Kommt der Winter erst?

Glück im Unglück hatten die Fasnächtler: die schlechtesten Tage mit Sturmwind und Regen bleiben ausgerechnet der Freitag und Montag, an denen keine nennenswerten Aktivitäten stattfinden. Der grosse Sonntagsumzug, der Nachwuchsumzug und die Chesslete profitierten dagegen von ausgesprochen schönem und mildem Wetter.

Wechselhaft geht es in der Folge weiter, doch sagen derzeit die Modelle nochmals eine Rückkehr des Winters an. So könnte es gegen die Monatsmitte durchaus nochmals Schnee bis ins Flachland geben – wir müssen also nach dem «Scheinfrühling» im Februar noch ein wenig auf den echten Frühling warten.