«Bis auf den letzten Meter ausgebucht» – so verkünden Benno und Monika Krämer, die Macher der Eigenheim-Messe im CIS, auch heuer nichts Neues aus dem Westen. «Besser könnte es nicht sein zum ‹runden› Geburtstag», sagt dazu Benno Krämer. Mit ihrer elften Durchführung von 9. bis 13. März setzt die Ausstellung für Häuslebauer, Sanierer und Liegenschaftskäufer nämlich ihren Erfolgskurs ohne Unterbruch fort.

150 Aussteller aus dem Baufach und angrenzenden Branchen nehmen 6000 Quadratmeter in vier Hallen und auf einem Aussengelände in Beschlag, um Dienstleistungen und Produkte anzubieten. Erneut präsentieren sich Bodenleger, Plattenleger, Dachdecker, Fassadenfachleute, Einrichtungshäuser, Innenarchitekten, Sanitärfirmen, Baufinanzierer, Versicherungen, Haustechniker, Gartengestalter sowie Fachleute aus den Bereichen Heizungstechnik, Solartechnik, Alarmsysteme, Holzbau, Wellness, Küchenbau oder Wasseraufbereitung.

Ebenso bieten je länger, wie mehr Anbieter aus den Bereichen der erneuerbaren Energien und des Smarthome ihre Dienste an – Haussysteme also, die aus Geräten bestehen, die als vernetzte und ferngesteuerte «Hausdiener» gesteigerten Komfort mit sich bringen sollen. Ein Kompetenzzentrum zu Energieeffizienz, weiter ein «Immopoint» mit Fokus auf Architekten und Immobilienfirmen sind ebenso Bestandteil der Messe. Zudem finden auch Fachreferate und Präsentationen an der Eigenheim-Messe 2017 statt.

Grosse Messen schrumpfen

70 Prozent aller Aussteller stammen aus der Region, 20 Prozent aus dem weiteren Umkreis, während 10 Prozent aus restlichen Gebieten der Schweiz stammen. Dass die Krämers je länger, wie mehr auf einen regionalen Mix setzen, sehen sie selbst als Erfolgsrezept in einer eher unwirtlich stürmischen Messelandschaft Schweiz. «Grosse, nationale Lead-Messen schrumpfen, finden zum Teil nur noch alle zwei Jahre statt», lautet Benno Krämers Feststellung.

Auch stellt sich der Messebetreiber gegen den Trend, sich lokal zu beraten und ennet der Grenze oder im Internet einzukaufen. Was allerdings auch an der «Eigenheim» spürbar werde: «Das Baugewerbe ist insgesamt vorsichtiger geworden.» Und so seien auch die Aussteller eher kurzfristiger entschlossen, an der «Eigenheim» teilzunehmen. «Es erschwert natürlich auch unsere Planung, wenn die Anmeldungen kurzfristiger eintrudeln», so Krämer. Entsprechend gehe der Trend zurzeit auch eher Richtung Sanieren und Modernisieren. Der Neubau komme erst in zweiter Linie.

Ebenso machen sich die rückläufigen Fördermittel für erneuerbare Energien trotz ihres hohen Stellenwerts bemerkbar. «Doch wenn für den jeweiligen Aussteller die Rechnung aufgeht, nutzt er die Chance gerne auch wieder im Folgejahr», sagt Krämer. Was sich auch zahlenmässig niederschlägt. Von den diesjährigen Ausstellern waren vier Fünftel bereits 2016 dabei. Eine Feedbackkultur mit der «Messefamilie» trage im Übrigen ebenfalls zum Erfolg bei.

Aller Widrigkeiten in der Messelandschaft zum Trotz und ermutigt durch den hiesigen Erfolg: Die Krämers bauen aus und lancieren heuer im Mai erstmals die Hausbau- und Immo-Messe Thun. «Dabei haben wir Ende November erst mit den Ausschreibungen begonnen», sagt Krämer rückblickend. Es präsentieren sich dort rund 50 Aussteller, vor allem aus dem Berner Oberland. Benno Krämers Einschätzung: Für die Oberländer ergebe es eher weniger Sinn, sich an der Eigenheim-Messe Bern – wohlgemerkt einer konkurrierenden Messe – auszurichten.

Kontinuität sicherstellen

Gleichzeitig erneuern die Messebetreiber ihr Standortbekenntnis in Solothurn. «Nach Verhandlungen mit der neuen Betriebsleitung des Sportzentrums werden wir auch die weiteren vier bis fünf Jahre im CIS bleiben und so Kontinuität sicherstellen.» Nichtsdestotrotz würde sich auch das Messepaar Krämer über eine neue, zusätzliche Halle freuen, so wie es die CIS-Leitung kürzlich als Vision vorskizziert hat.