Solothurn
Im «Atelier 17» verbindet die Bewegung alle

In 30 Jahren ist eine Hausgemeinschaft an der Werkhofstrasse entstanden. Verschiedenste Bewegungs- und Tanzkurse werden hier angeboten. Am Tag der offenen Tür kann sich jedermann davon überzeugen lassen.

Gundi Klemm
Merken
Drucken
Teilen
Sie freuen sich aufs Jubiläum im Atelier 17 (v. l.): Kurt Troxler, Tamara Brotschi, Rahel Neuenschwander, Gründerin Regula Diener, Pia Stampfli und Michel Mercier.

Sie freuen sich aufs Jubiläum im Atelier 17 (v. l.): Kurt Troxler, Tamara Brotschi, Rahel Neuenschwander, Gründerin Regula Diener, Pia Stampfli und Michel Mercier.

Gundi Klemm

Gegründet wurde das «Atelier 17» 1984 von der Tanz- und Bewegungspädagogin Regula Diener. Inzwischen bieten unter ihrem Dach die unterschiedlichsten Lehrkräfte, die allesamt mit Diener freundschaftlich verbunden sind, regelmässige Kurse, Workshops und Wochenendveranstaltungen an. «Die Sport- und Fitnesswelt ist derart vielfältig geworden, dass es für uns ganz wichtig ist, neben dem bewährten Angebot, um «up to date» zu sein, laufend neue Trends und Erkenntnisse aufzunehmen», betont Diener, die als Erstausbildung ein Diplom als Krankenschwester in der Tasche hat.

Über ihr Interesse für Komplementärmedizin fand sie frühzeitig Zugang zu therapeutischen Bewegungsformen, die auf die balancierte Verbindung von Körper und Seele abzielen. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Kurt Troxler hat sie – beide seit 2001 als lizenzierte Trainer – das Gyrotonic-System übernommen.

Mit Hilfe eines spezialisierten Trainingsgeräts erhalten Personen und besonders diejenigen, die sich intensiv und teils sogar professionell mit Tanz oder diversen Sportarten beschäftigen, hier den nötigen Ausgleich in Kraft, Koordination und Beweglichkeit. Die motorischen Abläufe erfolgen dreidimensional, fliessend und kreisend gegen einen gleichmässigen Widerstand.

«Auch bei Rehabilitation und Regeneration konnten wir schon vielen Leuten mit diesem schonenden Konzept behilflich sein, um ihre körperliche Gesundheit wiederzuerlangen», erläutern beide, die ebenso als Teil dieses immer noch neuartigen «Expansion-Systems» Gyroskinesis ohne Gerät als besondere Form der Energiearbeit beherrschen.

«Dies alles weiterzuvermitteln, hat mich richtig gepackt», erklärt Troxler, der diese Aufgabe wie alle anderen beteiligten Lehrkräfte nebenberuflich ausführt. Mit diesem wichtigen Standbein ihres «Ateliers 17» hat Regula Diener ihren Unterricht im Tanz, der sie früher zu Pionieren hierzulande und zur Weiterbildung nach London und New York führte, reduziert.

So wird das Jubiläum gefeiert

Am Samstag, 6. September, begeht das «Atelier 17» an der Werkhofstrasse 17 sein 30-jähriges Bestehen mit einem «Tag der offenen Tür». Jedermann ist eingeladen, an den Schnupperlektionen im grossen Tanzraum teilzunehmen, die ab 9 Uhr stündlich und thematisch wechseln, und zwar von Step-Aerobic zum Auftakt bis Kinderballett um 14 Uhr. Im Gyrotonic-Raum gleich nebenan folgen jeweils zur vollen Stunde weitere Angebote von Bewegungstherapie bis zur abschliessenden Demonstration von Gyrokinesis und Gyrotonic. Ab 15 Uhr finden dann vier unterschiedliche Aufführungen statt, die um 16.30 Uhr mit einer Darbietung des Damian-Meier-Chors und Auszügen aus dem Musical «Grease» enden. Auch Meier bereitet nämlich die Choreografien seiner Konzertauftritte im «Atelier 17» vor. Das genaue Jubiläumsprogramm über www.atelier17.ch (gku)

Lust, sich auszudrücken

Die in Berlin ausgebildete Bühnentänzerin Rahel Maria Neuenschwander ist die Fachfrau im «Atelier 17» für modernen künstlerischen Tanz. In den Lektionen dienstags und freitags schart sie Interessierte um sich, die hier ihre Freude am persönlichen künstlerischen Ausdruck bewegungsmässig ausleben. Zusätzlich amtet sie neben ihrer Mitgliedschaft in verschiedenen Tanzkorps als «rechte Hand» der Gründerin.

Eine breite Tanz-Palette

Tamara Brotschi, die ihre tänzerische und pädagogische Ausbildung in Russland durchlief, widmet sich seit 14 Jahren dem klassischen und dem volkstümlichen Tanz vornehmlich für Kinder und Jugendliche. In Balsthal betreibt sie ein weiteres Ballettstudio. Sonja Oswald und Isabel Kamber bieten das beliebte Jazzercise an, das Elemente von Jazztanz bis Yoga und Kickboxen zusammenfügt.

Der Architekt Michel Mercier zieht mit seinen Stepptanz-Kursen seit vielen Jahren Bewegungs- und Rhythmushungrige an. Mit dem Tanz in Berührung kam er tatsächlich schon während seiner Schulzeit in Langendorf, als sein damaliger Lehrer Haffner seine Klasse tanzen liess. Danach wurde er zum ersten Schüler von Regula Diener in der Migros-Klubschule. Seine lebenslange Begeisterung gibt er in fantasiereichen Choreografien mit verschiedenen Tanz- und Musikstilen auch als persönlichen Ausgleich zu seiner Arbeit lustvoll weiter.

«Uns ist es hier wohl»

Eingebunden in das vielseitige Atelier-Programm ist ebenso Pro Senectute (PS), die hier Leute im Alter 60plus zusammenführt. Die PS-Sportverantwortliche Pia Stampfli verweist auf ein ansprechendes Angebot, das sich nach den Bedürfnissen dieser Altersstufe richtet. Mit Musik und Bewegung, Gleichgewichts- und Kräftigungsübungen und mit der asiatischen Bewegungslehre Tai Chi bestehen vielfältige Wahlmöglichkeiten für Ältere. «Mich macht glücklich, wenn ich sehe, was sich mit gezieltem Training erreichen lässt», hält Stampfli fest und betont, dass sich alle Kursbeteiligten im «Atelier 17» sehr wohl fühlen.

Mit von der Partie sind noch Bärbel Reinold mit «Fatburner-Step», Regula Winistörfer mit einem Bewegungsprogramm gegen Verspannungen und Schmerzen und schliesslich Angelika Weidel, welche die Feldenkrais-Methode lehrt.