«Ich traue mir das zu»

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Die Kandidatin der SP für das Stadtpräsidium ist eine Quereinsteigerin. Stefanie Ingold Rechsteiner arbeitet seit knapp 30 Jahren als Lehrerin und später Schulleiterin – seit 2011 als Schulleiterin der Sekundarstufe I Stadt Solothurn. Erst vor eineinhalb Jahren ist sie Mitglied der SP geworden. Sie sei ihr Leben lang ein politischer Mensch gewesen und verortet sich innerparteilich Mitte-rechts.

Jeder kennt Franziska Roth. Sie sind weitgehend unbekannt. Sind Sie eine Verlegenheitskandidatin?

Stefanie Ingold: Wäre ich eine Verlegenheitskandidatin, hätte ich mich gar nicht erst aufstellen lassen. Die Resonanz der Findungskommission war positiv, und mir wird dieses Amt zugetraut. Ich weiss, dass ich keine Verlegenheitskandidatin bin.

Was hat Sie dazu bewogen, in die Politik einzusteigen?

Ich war beruflich und familiär in den letzten 30 Jahren stark eingespannt. Erst jetzt habe ich Zeit, mich der Politik zu widmen. Solothurn hat sich gesellschaftlich sehr verändert, und ich wünsche mir, dass dies jetzt auch im Stadtpräsidium mit einer Frau an der Spitze abgebildet wird.

Wieso sind Sie fit für diesen Job?

Das Stadtpräsidium ist ein Managementjob, und als langjährige Schulleiterin habe ich viel Führungserfahrung gesammelt. In dieser Position habe ich auch die Abläufe und Mitarbeiter in der Stadt kennen gelernt. Ich traue mir das zu, auch wenn ich keine politische Erfahrung habe.

Was wollen Sie bewirken?

Der Stadt Solothurn geht es gut, und ich will das erhalten und weiterentwickeln. Ich habe die Zeit in den 1990er-Jahren noch gut in Erinnerung, als dies anders war und der Rotstift angesetzt werden musste. Ich will nicht, dass sich das wiederholt, und setze mich daher für eine nachhaltige Finanzpolitik ein. Die Umwelt und die Attraktivität von Wohnen und Arbeiten sind mir genauso wichtig.