Galerie Löiegruebe
Hubert Bienek zeigt seine plastischen Arbeiten aus jurassischer Tonerde

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Arbeiten von Hubert Bienek in der Galerie Löiegruebe.

Arbeiten von Hubert Bienek in der Galerie Löiegruebe.

zvg

Als ein «Freund des Feuers» bezeichnet sich Hubert Bienek. Wie ein zeitgenössischer Alchemist schätzt er die Einsamkeit des Experimentierens in seinen Werkstätten und die zahllosen Verwandlungsmöglichkeiten der Materialien. Die letzten Jahre hat Bienek mit dem Inhalt von zehn Fässern jurassischer Tonerde aus der einstmals klösterlichen Tongrube des Schönthals bei Langenbruck gearbeitet.

Er war von den kalkigen Verunreinigungen dieser Erdmasse dermassen fasziniert, dass er in einen Dialog mit diesem Material geriet. Durch die Interaktion mit Feuer Luft und anderen Elementen hatte er Wege gefunden, um die Besonderheiten dieser einfachen und bescheidenen Tonerde zu verstärken.

Dank seiner Erfahrung mit holzgefeuerten Öfen konnte er durch das Brennen und die Verbindung mit anderen Materialien eine Palette von Farbtönen und Metalleffekten kreieren. Ein Spiel mit Temperaturverläufen und den natürlichen Färbungen der Tonmasse und ihrer Eisenanteile an der Luft und im Glühvorgang. Bieneks Schaffen wirkt an der Kreuzung zwischen ausgefeiltem handwerklichem Know-how und künstlerischer Überlegung. (mgt)