Solothurner Fasnacht
«Hü, rote» siegt im Plaketten und Plakat-Wettbewerb

Der Vorstand der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn (UNO) kürte das Werk «Hü, rote!» von Peter Henzi aus Solothurn zum Sieger des Plaketten und Plakat-Wettbewerbs.

Von Fabian Maienfisch
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Das Sieger-Werk «Hü, rote» von Peter Henzi

Das Sieger-Werk «Hü, rote» von Peter Henzi

zvg/ak

Zum ersten Mal trat der UNO unter der Führung des neuen Ober-Ober Markus Wälti zur Kür der neuen Plakette und des Plakats zusammen. Dementsprechend gespannt trafen sich in den ehrwürdigen Hallen der Weststadtzunft die Mitglieder der UNO zum Bewerten der eingegangenen Ideen. Erfreulich war, dass zwölf Eingaben von zehn Künstlern gemacht wurden. Notabene drei Eingaben mehr als in den vergangenen zwei Jahren.

Die zehn stimmberechtigten Juroren setzten sich zusammen aus dem Uno-Vorstand und den Oberen der Stammzünfte, die Ehren-Ober-Obern hatten beratende Funktion. Der Ober-Ober selber enthielt sich wie üblich der Stimme. Das Abstimmungsprozedere sah drei Wahlgänge vor. Im ersten wurden sechs Sujets ausgeschieden, im zweiten noch zwei und im dritten Gang wurde der Sieger erkoren. Der Jury waren die Namen der Künstler nicht bekannt.

Beim Jurieren zählen für die UNO die Originalität der Werke, aber auch deren Umsetzbarkeit. Punkte mussten an alle Eingaben vergeben werden. Die Skala reichte von einem bis zwölf im ersten und von einem bis sechs Punkte im zweiten Durchgang. In der finalen Runde konnten zwischen einem und vier Punkten vergeben werden.

Der Experte prüft

Nach gut 30 Minuten kam der Experte zu Wort. Für den Vertreter der Plakettenfirma Gravura aus Rothenburg, Christoph Sapper, war schnell klar, dass alle Ideen gut umsetzbar sind. Da die Haupteinnahmequelle der UNO der Erlös aus dem Plakettenverkauf ist, richten die Vorstandsmitglieder beim Auswählen des Plakat- und Plakettenentwurfs vor der zweiten Jurierungsrunde jeweils einen speziellen Blick auf die Realisierbarkeit der Plakette. So machten sich die Juroren denn auch sorgenlos an die weitere Bewertung. Nach etwa einer Stunde stand der Sieger fest. Zum Siegersujet von Peter Henzi meinte Experte Sapper, dass dieses trotz der Feinheit der Strukturen problemlos wird gefräst werden können.

Peter Henzi setzte sich mit 33 Punkten klar durch. Auf Platz zwei mit 27 Punkten landete Rosario Bertoli aus Solothurn, der auch schon den Wettbewerb gewonnen hatte. Auf dem 3. Platz folgte Kurt Leisi (Langendorf, 21 Punkte) und auf dem 4. nochmals Peter Henzi mit einer zweiten Idee (19 Punkte).

Alle Entwürfe werden während des Märetfestes (26. und 27. Juni) in der Honolulu-Bar ausgestellt. Auch am Risottoessen der Weschtstadt-Zunft am ersten. Septemberwochenende können Interessierte die Entwürfe begutachten.