Solothurner Fasnacht

Hotel Krone mutiert zum Märlischloss

Ein langer Zopf an der Fassade, ein Böögg und Frau Holles Kissen auf dem Balkon künden an: Das ehrwürdige Hotel Krone in Solothurn wird umgebaut. Das Märlischloss gibt’s allerdings nur für wenige Nächte.

Der neu gegründete Verein P.rost ist eine lose Gruppierung von Fasnachtsbegeisterten, die letztes Jahr die Cantina Carnevale im ehemaligen Sport Marbach eingerichtet hatte. Der Verein hat nur einen Zweck: Die honolulesische Beizenfasnacht zu beleben, respektive am Leben zu erhalten. Denn in den letzten 20 Jahren sind einige legendäre Treffpunkte für die Fasnächtler verschwunden oder keine Fasnachtszbeizen mehr.

Deko auf zwei Stockwerken

Der Verein hat sich mit dem Restaurant Baseltor als künftigem Betreiber des Hotels Krone kurzgeschlossen, um im Saal am Fasnachtssonntag- und –dienstag eine Fasnachts-Soirée anbieten zu können. Die Bewirtung übernimmt das Baseltor-Catering Hoch 3; Reservationen sind dort allerdings nur noch für den Dienstag möglich – der Sonntag ist ausgebucht. Im Obergeschoss hat der Verein P.rost nur die Dekoration des Saals übernommen, der sich in winterlicher Pracht als „Frau Holles Lagerhölle“ präsentiert. Im Parterre führt der Verein selbst ab Donnerstag jeden Abend bis auf den Fasnachtsmontag das Restaurant – neu „Dreikönigshof“ genannt. Denn viele gekrönte Häupter sind inzwischen in der Krone abgestiegen.

An den Spitzentagen werden auch die Prinzenbar und die Knuspermäuschen-Bar mitten im Märliwald des Foyers offenstehen. Ziel der Deko-Crew ist es, möglichst viele märchenhafte Begegnungen zu ermöglichen. Mit dem Froschtkönig, dem Dornböschen oder den lieben Zwergen und vielen anderen Fabelwesen dürfte das in fünf „Fasnächten“ kein Problem sein. Das Hotel Krone harrt nach der Fasnacht weiter des „richtigen“ Umbau-Beginns, der sich wegen Einsprachen verzögert hat. (ww)

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