Chesslete
«Honolulu» zelebriert seinen lärmigen Fasnachtsstart

Trotz «Leise-rieselt-der-Schnee-Stimmung» zog der traditionelle Fasnachtsstart in Solothurn rund 3000 bis 4000 Weisshemden in seinen Bann. Mit der lärmigen Ouvertüre ist «Honolulu» für sechs Tage und Nächte wieder voll und ganz im Fasnachtsfieber.

Wolfgang Wagmann
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Hunderte Chessler ziehen durch Solothurn
31 Bilder
Das Zepter fest in den Händen
Am Landhausquai entlang
Oberchessler Reto Stampfli
Dass auch jeder weiss, wer der Oberchgessler ist.
Unter den Chesslern herrscht schon am frühen Morgen gute Laune.
Mit Wagen unterwegs
Sie haben grosse Rätschen dabei
Auch «Trötis» sind beliebt
Stadtprädident Kurt Fluri chesslet mit
Grosses Gefährt
Büchsen machen gehörig Lärm
Solothurner Chesslete 2013
Weiss so weit das Auge reicht
Chessler auf dem Marktplatz
Wärmendes Feuer
Nach der Chesslete gibt es Mehlsuppe in der Beiz.
Prost!

Hunderte Chessler ziehen durch Solothurn

Manuel Stettler

Still wars morgens vor 5 Uhr rund um das tiefverschneite Solothurn, nur einzelne weisse Schemen huschten stadteinwärts. Für nichtfasnächtlichen Morgenlärm sorgten lediglich die Räum- und Salzfahrzeuge des Werkhofs, die emsig die Folgen des Schneetreibens bekämpften. Doch ein Blick auf den Friedhofplatz oder Söilimäret kurz darauf bestätigte: Es wird doch Fasnacht werden in Solothurn. Oberchessler Reto Stampfli fackelte denn auch nicht lange, und bewegte seine Fangemeinde nach der obligaten St. Urbangasse rasch einmal Richtung Vorstadt. «Ich wollte die Vorstadt und das Thema Aare an dieser Chesslete speziell einbringen.»

Was Stampfi im Flockenwirbel bestens gelang, denn nach der Passage der Wengibrücke offenbarte sich vom Landhausquai aus über die Aare, dass der lange Chesslerzug noch tief in der Vorstadt den Weg an den Kreuzackerquai suchte. Das Trepplein dort beim Standesamt war allerding recht eng für den Tatzelwurm, doch meisterten viele Chessler nebenan das verschneite Bord mit Bravour.

Premiere für die Familie Fluri

Im vorderen Drittel, direkt hinter dem Pulk der Narrenzunft Honolulu, wurde auch Stadtpräsident Kurt Fluri mit Gattin Denise und seinen fünf Kindern gesichtet. «Wir sind extra aus den Ferien zurückgekehrt und nehmen erstmals alle gemeinsam an der Chesslete teil», meinte der Stadtpräsident, tenü- und fachmässig korrekt ausgestattet - als Lärminstrument setzte Fluri einen Schellenring ein. Eine völlige Premiere war das Mitmachen für Kurt Fluri nicht: „Insgesamt habe ich wohl schon 20 Chessleten mitgemacht.»

Und so galt auch für diese Auflage wie für alle andern: Nach dem feuchtweissen Abenteuer muss eine zünftige Mehlsuppe her. Erfreulich: So viele Beizen wie noch selten schenkten diese gratis aus.