Hilari in Solothurn
«Home-Chesslete» und Solidaritäts-Fahnen: So informieren die Narren über die Fasnacht 2021

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An Hilari wird in Solothurn die Rathausgasse umbenannt.
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Neuer Name: Eselgasse
Es wird auch angestossen
MIt Gebimmel gehts zum Stadtpräsidium
Dort muss Kurt Fluri auch im 2021 die Macht an die Narren abtreten.
An einer Medienkonferenz informierte die Narrenzunft Honolulu über das Programm der Fasnacht 2021.

An Hilari wird in Solothurn die Rathausgasse umbenannt.

Tom Ulrich

An einer extra einberufenen «Pointe de Presse» informierte die honolulesische Narrenregierung am Hilari über die geplanten Massnahmen im Hinblick auf die Solothurner Fasnacht 2021.

Wer die bewegende Veranstaltung verpasst hat, kann diese hier in voller Länge nachschauen:

Die wichtigste Botschaft: Die Fasnacht findet statt – aus allzu bekannten Gründen halt einfach nicht im üblichen Rahmen. Hingegen wie gewohnt abgesetzt wurde Stadtpräsident Kurt Fluri. In einem kleinen feierlichen Akt übertrug er am Hilari um die Mittagszeit seine Amtsgeschäfte zum voraussichtlich letzten Mal an den Ober der Narrenzunft Honolulu Peter Studer. Die beiden besprachen unter sich kurz die epidemiologischen Sofortmassnahmen, die ab Hilari bis Aschermittwoch auf Solothurner Stadtboden gelten. Kurz zuvor wurde an der Rathausgasse für einmal ohne grosses Aufsehen das Schild mit der korrekten Bezeichnung «Eselgasse» angebracht.

Chesslete und Bööggverbrönne finden statt!

Oberchessler Marco Lupi skizzierte den Ablauf der Chesslete vom kommenden Schmutzigen Donnerstag. Das alljährliche, lärmtreibende Winteraustreiben soll in diesem Jahr als «Home-Chesslete» in den eigenen vier Wänden unter Einhaltung der Schutzbestimmungen stattfinden. Damit würden ausnahmsweise auch die Bewohner ausserhalb der Altstadt in den Genuss dieses Spektakels zum Auftakt der Fasnacht kommen.

Auf die traditionelle Mehlsuppe braucht Honolulu auch dieses Jahr nicht zu verzichten. «Wir werden in Zusammenarbeit mit dem Rest. Alter Stephan abgepackte Mehlsuppen zum Aufwärmen feilbieten», erörterte Lupi der internationalen Medienschar. Auch Vize-Ober Thomas Branger freute sich, dass das Bööggverbrennen stattfinden könne und mit einem spektakulären Böögg gerechnet werden dürfe – einfach halt erst im Jahr 2022.

Grünes Zeichen der Solidarität

Während der kommenden Fasnachtstage wird die Narrenzunft Honolulu sogenannte Solidaritätsfahnen zum Sonderpreis von 11 Franken das Stück ausgeben. Damit sollen die Balkone und Fassaden auf Stadtgebiet und darüber hinaus verschönert werden und kenntnisfreie Bürgerinnen und Bürger darauf aufmerksam machen, dass die Fasnachtszeit und damit eine Zeit der Freude angebrochen ist. Die grünen Fahnen mit dem Aufdruck «JA zur Lebensfreude» können unter honolulu@gawnet.ch oder bei jedem Zünftler bestellt werden.

Der Propagandaminister der Regierung, Fabian Schäfer, erwähnte in diesem Zusammenhang auch das Erscheinen des «Postheiri», der Fasnachtszeitung der honolulesischen Intelligenzija. Das Blatt kann in diesem Jahr ab dem Schmutzigen Donnerstag am Kiosk und an den anderen noch geöffneten Verkaufsstellen erworben werden. Für den Postheiri ist es ein Jubeljahr, er ist vor exakt 100 Jahren zum ersten Mal von der Narrenzunft Honolulu herausgegeben worden.

Fasnachtsvirus schlägt Coronavirus

Weitere Informationen etwa zur Fasnachtskunst- und Schaufenster-Ausstellung FART 2021 oder zur Solidaritätsplakette wurden bereits zu einem früheren Zeitpunkt von der dafür zuständigen Umzugsorganisatorin, der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft UNO bekanntgemacht. Mit all diesen Massnahmen kann sich die Fasnacht allen Widrigkeiten zum Trotz auch in diesem Jahr Gehör verschaffen. Die Regierungs- und Expertenvertreter der Narrenzunft betonten denn auch mehrfach, dass das Fasnachtsvirus nachweislich stärker sei als das Coronavirus. (mgt)