«Die hölzige Dreizehnte» – so nennen Benno und Monika Krämer inoffiziell die Eigenheim-Messe, die vom 21. bis 24. Februar auf dem CIS-Gelände stattfinden wird. Noch steht die «Aufrichte» in den CIS-Hallen und im Aussenbereich aus, diese Woche aber sind die Aufbauarbeiten gestartet. Die Dreizehn dürfte den beiden Veranstaltern und der Messeleiterin Karin Burn ebenso Glück und Erfolg bescheren wie die vorangegangenen zwölf Durchführungen: Eine lückenlos ausgebuchte Messefläche von 5500 Quadratmetern, und 140 Aussteller, die das ganze Spektrum an Dienstleistungen und Produkten abdecken, die den Bauherrn oder den Bauherrn in spe aufhorchen lassen.

Halle 1 entfällt

Dass die Messe heuer etwas kleiner dimensioniert ist als in Vorjahren, erklärt Benno Krämer damit, dass diesmal die bisherige Halle 1 auf dem gegenüberliegenden Areal der Firma Engel wegfällt. Gerade die Kurzfristigkeit vieler Anmeldungen liess Unsicherheit aufkommen, ob die Halle zuletzt ausgelastet werden kann. «Ausserdem war die Zelthalle bislang jeweils ein ziemliches Nullsummenspiel für uns», ergänzt Krämer und macht hohen Errichtungskosten, ebenso aber die Betriebskosten verantwortlich: 8000 Liter Heizöl seien fürs Beheizen des Zeltes nötig.

Was 2019 zum hölzigen Jahr macht

Genau dieser ökologisch relevante Umstand wurde zum Ausgangspunkt, die Dreizehnte als «hölzig» zu bezeichnen: «Wir haben statt der Halle 1 neben der Kunstturnerhalle einen Rundpavillon geplant, den wir mit Holzpellets beheizen.» Und so ist Holz heuer Trumpf an der Eigenheim-Messe, zuallererst in besagtem Pavillon unter dem Titel «Feuer und Flamme». «Zusammen mit acht Firmen und Institutionen bilden wir in dieser Sonderschau die ganze Wertschöpfungskette des heimischen Heizholzes ab – von der Herkunft im Wald über die Verarbeitung, bis hin zur Logistik und der Anwendung.»

Das Potenzial jenes Rohstoffes, der praktisch vor der eigenen Haustür CO2-neutral wachse, ansässige Arbeitsplätze sichere und von direkten weltpolitischen Turbulenzen verschont bleibe, sei längst nicht vollständig ausgeschöpft, weiss Krämer. Das Potenzial, das in der nachwachsenden Energieressource namens Holz liege, sei noch zu einem grossen Teil ungenutzt. Gerade angesichts der heiss diskutierten Klimadebatte findet es Krämer wichtig, sich auch als Messeorganisator diesen Themen zu widmen: «Auch die Generationen nach uns müssen auf diesem Planeten leben.»

Energiesparen interaktiv

Und so wendet sich die Eigenheim-Messe auch in zwei weiteren Schwerpunkten dem Rohstoff und der Frage der Holzenergie zu: Als zweite Sonderschau wird die «Swiss Energy Tour» in Solothurn vorbeischauen. Der interaktive Rundgang mit eigener Smartphone-App soll aufzeigen, wo man selbst Energie sparen kann. Als dritter Schwerpunkt in Sachen Holz wird den Besuchern eine Werkschau innovativer und hochwertiger Schweizer Holzbau-Objekte geboten, die im Rahmen des Prix Lignum 2018 ausgezeichnet wurden.

Vielseitiges Rahmenprogramm

«Noch nie waren unsere Bemühungen und Abklärungen mit Partnern und Ausstellern derart aufwendig und zeitraubend wie dieses Jahr», resümiert Krämer. «Aber unsere Anstrengungen haben sich gelohnt.» Neben den Ausstellern aus jeglichen Themenbereichen von der Finanzierung über die Architektur und die Planung von Garten und Haus, seiner Einrichtung und seiner Installationen wird auch ein vielseitiges Rahmenprogramm mit 30 Fachpräsentationen sowie zwei Gesprächspodien der Energiefachstelle Solothurn geboten. Die Bautrends, fasst Krämer die momentanen Brennpunkte der Branche zusammen, habe sich klar weg vom Neubau hin zum Sanieren und zur baulichen Verdichtung gewandelt.

Persönliche Betreuung zählt

Vom grossen, um sich greifenden Messesterben spüren Benno und Monika Krämer wenig. «Während andere Messen wie die Muba, die Züspa oder die Lausanner Comptoir bald nicht mehr stattfinden, halten sich regional verankerte Messen im Markt», sagt Benno Krämer. Wichtig sei, sowohl in Solothurn wie auch im noch jungen Thuner Ableger, der «HausBau ImmoMesse», die persönliche Betreuung der zum Teil langjährigen Aussteller. «Es geht uns nicht darum, Umsatze zu bolzen», betont Krämer weiter: «Wir wollen eine hochwertige Fachmesse mit einem Netzwerk an regionalen Kompetenzpartnern bieten.»

Zukunft praktisch gesichert

Die CIS-Hallen, die ansonsten gerade in letzter Zeit wegen ihrer baulichen Substanz und ihrer Tauglichkeit für Sportvereine in der Kritik standen, sind für die Eigenheim-Messe nach wie vor ideal. So seien auch die vertraglichen Abmachungen mit dem neuen Besitzer, der Ammann Globalbau AG, auf gutem Weg. «Wir haben schon den Vertrag für 2020 unterbreitet – mit Option auf eine Durchführung für fünf weitere Jahre», sagt Krämer.

Eigenheim-Messe: Do, 21. Februar, 17–20 Uhr; Fr, 22. Februar, 16–20 Uhr; Sa, 23. Februar, 10–18 Uhr; So, 24. Februar, 10–17 Uhr. Weitere Informationen im Internet unter
www.eigenheimmesse-solothurn.ch