Solothurn

Hochseilakt in der Vorstadt: Spezialisten entfernen dürres Holz und Krähennester

Sie gehören zu den höchsten Bäumen Solothurns: Die Platanen im Kreuzackerpark. Ihre Pflege ist nicht einfach: Seit Montagmorgen hängen Spezialisten an Seilen in den hohen Bäumen und entfernen dürre Äste. Und auch den Saatkrähen droht der Garaus.

Spektakuläres Freilichttheater im Kreuzackerpark: Seit heute Morgen schneiden Spezialisten in 30 Metern Höhe dürres Geäst aus den Platanen. Drei Männer hängen in den Seilen. Die Stadt musste für die Baumpflege Spezialisten anstellen, denn nicht jeder kann das. «Baumpfleger ist eine Zweitausbildung», sagt Samuel Veraguth von der Firma Tilia aus Frick. Der gelernte Gärtner steht im Kreuzackerpark. Auf dem Kopf hat er einen Helm, er trägt ein «Klettergestälti» um die Hüfte. Rund 120 ausgebildete Spezialisten gibt es in der Schweiz.

Wenige Minuten später steigt Veraguth an einem Seil in den Baum hoch. Er schwebt fast: Das Seil wankt nicht, obwohl es lose herunterhängt. Für Veraguth scheint der Aufstieg kein Kraftakt zu sein. Das Besondere an seinem Gestälti ist der Fuchsschwanz, mit dem er oben dürre Äste aus dem Gehölz sägt.

Gleichzeitig mit der Baumpflege will die Stadt auch einer Plage an den Kragen gehen: Den Saatkrähen im Kreuzackerpark, die gerade ihre Nester bauen. Finden die Spezialisten Krähennester, entfernen sie diese. Seit Jahren gibt es bei der Stadt immer wieder Reklamationen wegen des Krähendrecks und dem Lärm der geschützten Tiere. Bisher haben die Vögel aber allen «Wegweisungsversuchen» getrotzt.

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