Wohl kaum einen schöneren Ort als Solothurn könnte sich die «Schweizerische Vereinigung der Eigentümer Historischer Wohnbauten» für ihre diesjährige Mitgliederversammlung auswählen.

Mehr als 1400 Mitglieder in 18 Sektionen in allen Sprachregionen umfasst der Verein. Über 200 davon kommen am nächsten Samstag nach Solothurn, das mit seinem gut erhaltenen Stadtbild und der reichen historischen Bausubstanz ideal auf die Interessen der Domus-Mitglieder zugeschnitten ist. Im Konzertsaal folgt auf die Erledigung der statutarischen Geschäfte eine Podiumsdiskussion: Aus Anlass des Europäischen Kulturerbejahrs 2018 diskutiert ein hochkarätig besetztes Podium unter der Leitung der bekannten Moderatorin Karin Salm das hochaktuelle Thema «Alt und neu – respektvolle Architekturverdichtung in der Schweiz».

Neben Nationalrat Christoph Eymann (LDP, BS) argumentieren Vertreter des Bundesamts für Kultur (Oliver Martin), des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (Stefan Cadosch), der Accademia di Architettura di Mendrisio (Quintus Miller) und von Domus Antiqua Helvetica selber (Nlina von Albertini). Der Nachmittag ist dem Besuch von zwölf historischen Wohnhäusern, Villen und Landsitzen in der Stadt Solothurn und in umliegenden Gemeinden gewidmet. In den meisten Fällen handelt es sich um Häuser von Domus-Mitgliedern.

Die Jahresversammlung wurde durch eine Arbeitsgruppe vorbereitet, die unter Leitung des Solothurner Juristen Raoul Stampfli steht. Er präsidiert die Sektion Solothurn von Domus Antiqua Helvetica.

Wer ist Domus Antiqua Helvetica?

Domus Antiqua Helvetica, die Schweizerische Vereinigung der Eigentümer Historischer Wohnbauten, fördert die Erhaltung schützenswerter Wohnbauten aller Typen und Epochen. Sie wurde 1984 gegründet und hat heute rund 1400 Mitglieder in allen Landesteilen. Mit ihrem privaten Engagement leisten diese einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung eines lebendigen Kulturerbes.

Domus Antiqua Helvetica betrachtet privates Eigentum als die beste und volkswirtschaftlich günstigste Voraussetzung, um den Fortbestand von historischen Wohnbauten zu sichern. Um diese Ziele zu erreichen, sucht die Vereinigung die Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege und tritt für eine Stärkung von Schutzinstrumenten für unser identitätsstiftendes Kulturerbe ein. Der Verein gibt ein jährlich zweimal erscheinendes Fach-Bulletin heraus und kooperiert eng mit den einschlägigen Fachgremien und mit den anderen Gesellschaften des Kulturerbe-Sektors.

Mitglieder können Eigentümerinnen und Eigentümer schützenswerter historischer Wohnhäuser werden. Entscheidendes Aufnahmekriterium ist nicht das Alter einer Baute, sondern deren Schutzwürdigkeit. Gegenwärtiger Präsident von Domus Antiqua Helvetica ist Lukas R. Alioth, Basel. (mgt)