Solothurn

«Hier wurde das Pulled Pork erfunden»: Besuch im Kapuzinerkloster

Die neun Kapuziner aus Olten an ihrer alten Wirkungsstätte.

Die neun Kapuziner aus Olten an ihrer alten Wirkungsstätte.

Neun Kapuziner aus Olten haben ihr ehemaliges Kloster in Solothurn besucht.

2003 hatte der Kapuzinerorden nach 400 Jahren sein Kloster in Solothurn verlassen, nun sind neun der noch dreizehn Brüder aus ihrem heutigen Sitz in Olten für einen Tag in ihre ehemalige Heimat zurückgekehrt. «Das war früher unsere theologische Fakultät», verweist die Runde auf Pater Sigisbert, der nicht weniger als 40 Jahre lang in Solothurn gewirkt hatte – unter anderem auch als Vorsteher oder Guardian.

Jetzt wird die Schar von Guardian Pater Josef Bründler angeführt, und sie schwelgt in Erinnerungen, als das Kapuzinerkloster noch als ein bekanntes geistiges Zentrum für die ganze Region galt. «Damals war das Kloster noch lebendig, und wir zählten rund 70 Brüder», weiss einer der Patres.

Als in der Klosterküche noch gekocht wurde

Besondere Erinnerungen verbindet Pater Theophil Schnyder mit dem altehrwürdigen Kochherd aus massivem Gusseisen. «Hier habe ich noch drei Jahre lang gekocht und die Brüder im Kochen ausgebildet», erinnert er sich. Eingeladen zum «Betriebsausflug» hatte die Oltner Kapuziner Klosterwart Urs Bucher. «Ich habe den Brüdern zum Mittagessen einen Kapuziner-Zupfbraten gekocht», schmunzelt er. Den hätten die Fratres zwar noch nicht gekannt, aber Bucher ist überzeugt: «Hier in der Klosterküche wurde wohl das Pulled Pork erfunden.»

Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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