Solothurner Wetter
Hier unten gabs nicht ein «Schüümli» Schnee

Auch der Februar reihte sich nahtlos in die Reihe der milden, schneelosen Wintermonate 2013/14 ein. Der Niederschlag fiel deshalb in Solothurn durchwegs als Regen und davon gabs so viel wie im Jahresmittel üblich.

Wolfgang Wagmann
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Mit einem feuchten Fasnachtsstart – wie beim regnerischen Höflisingen – ging der Februar zu Ende.

Mit einem feuchten Fasnachtsstart – wie beim regnerischen Höflisingen – ging der Februar zu Ende.

Hansjörg Sahli

Mit 4,1 Grad im Monatsdurchschnitt zeigte sich der Februar um rund 3 Grad zu warm gegenüber der langjährigen Norm. Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren hatte der Februar 2012 mit 3,3 Grad minus einen Extremwert in die andere Richtung abgeliefert.

Dennoch sind die 4,1 Grad keineswegs rekordverdächtig, gab es doch allein seit der Jahrtausendwende dreimal einen noch wärmeren Februar. Interessant auch, dass der Dezember der kühlste der drei Wintermonate geblieben ist, doch auch er zerriss in Sachen Schnee und Eis keine Stricke.

Unten Regen oben Schnee

Unter den 95 Millimetern Regen pro Quadratmeter in Solothurn und 123,4 im Wallierhof Riedholz fand sich kaum eine Schneeflocke. Wie schon im Januar bildete sich nie eine Schneedecke, ja nicht einmal für ein «Schüümli» reichte es diesen Februar in Solothurn. Etwas anders präsentierte sich die Lage auf der ersten Jurakette – oberhalb von rund 1000 Metern fiel der Niederschlag doch mehrheitlich als Schnee.

Dafür wurde der Jurasüdfuss mit ungewöhnlich viel Sonnenschein eingedeckt: Jeweils nach einer Front konnte schon fast mit mathematischer Sicherheit ein mehrheitlich sonniger Tag eingeplant werden. Auch ein Phänomen war das völlige Fehlen von Eistagen.

Keine Aufgabe für die Fasnacht

Zunehmend gabs lange Gesichter bei den Fasnächtlern, weil nichts zu vertreiben war, was den Anschein von Winter hatte. Der Monat startete feucht, aber mild, und in diesem munteren Wechselspiel im Sinn des Volkslieds «Nachem Räge schiint d’ Sunne» ging es weiter. Längst sang abends die Amsel, balzte das Storchenpaar klappernd auf dem Fegetz-Schulhauskamin, schossen Margritli, Krokusse und sogar die Primeln aus dem Boden.

Ein stürmischer 13. Februar

Die Vegetation erarbeitete sich dank den ständig milden West- oder sogar Südwestlagen einen Vorsprung von drei Wochen auf die übliche Marschtabelle des Frühlings. Herausragendes Ereignis dieses Februars war der stürmische Donnerstagnachmittag am 13. Februar; Schäden wurden jedoch in der engeren Region keine registriert.

Besonders frühlingshaft gab sich das Wochenende vor der Fasnacht, diese musste dann vor allem an der Chesslete und am Höflisingen mit kühlem Regenwetter kämpfen. Auch einen Wintergruss hält die derzeitige Wetterlage im Köcher, ehe sich aufs Wochenende Hochdruckeinfluss durchsetzt. Und wohl Frühlingswärme ins Land bringt, wie wir sie letztes Jahr bis Ende Mai nie erlebt haben.

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