«HESO zeigt Herz»

HeimArt-Laden ist Partner der HESO 2019

Projektleiter Daniel Reinhart mit den Klienten Madeleine Wickihalder und Ismael Redzepi, sowie Discherheim-Atelierleiterin Rita Flury (v.l.). Bild: Andreas Kaufmann

Am HESO-Stand von Heimart

Projektleiter Daniel Reinhart mit den Klienten Madeleine Wickihalder und Ismael Redzepi, sowie Discherheim-Atelierleiterin Rita Flury (v.l.). Bild: Andreas Kaufmann

Der Verein Heimart ist als «HESO zeigt Herz»-Partner mit seinen 18 Institutionen in der Halle 8 der Herbstmesse präsent.

Ismael Redzepi freut sich sichtlich auf seinen Einsatz am Heimart-Stand. «Vielleicht kann ich auch Fragen von Besuchern beantworten», malt sich der 26-Jährige aus, der sonst in der Tagesstätte des Discherheims arbeitet. Mit Freude, wie man auch hier sieht: Die gewobenen Tischtücher in den Regalen stammen aus seiner Produktion, erzählt er.

Doch es sind unzählige weitere Hände, die für die Produkte – von der Grusskarte über das Insektenhotel bis zum Melissensirup – an diesem Messestand am Werk waren. Es ist Menschen mit Unterstützungsbedarf aus 18 Institutionen, die dem Verein angehören; sowie weitere kleinere Institutionen, die als Nichtmitglieder auch angeschlossen sind.

Zum fünften Geburtstag: «HESO zeigt Herz»

Hinter Heimart steht der Verein, der seit fünf Jahren am Stalden in Solothurn einen Laden betreibt und nun, zum «kleinen Jubiläum», als Messepartner für «HESO zeigt Herz» zum Handkuss gekommen ist. «Wir wurden vom OK angefragt», sagt Daniel Reinhart zur HESO-Präsenz, für die er verantwortlich zeichnet.

«Heso zeigt Herz»: Daniel Reinhart, Projektleiter des HeimArt-Standes an der HESO

«Heso zeigt Herz»: Daniel Reinhart, Projektleiter des HeimArt-Standes an der HESO

Er arbeitet überdies in der Pro-Infirmis-Tagesstätte. Der Heimart-Grundgedanke, den man auch den Herbstmesse-Besuchern näher bringen will, erklärt Reinhart gleich selbst: «Die Devise ist, zusammen was zu erreichen. Und die Herbstmesse bildet eine gute Gelegenheit, dies zu zeigen.» Symbolisch dafür: Das Federkleid der Vogelskulptur am Stand wächst Tag für Tag und steinchenweise zu einem Mosaikmuster heran, gemeinsam geschaffen von der jeweils anwesenden Klientel: An jedem HESO-Tag wird der Stand von einer anderen Institution des Heimart-Vereins betreut.

Kräfte in einem Laden gebündelt

Doch das «Zusammen» war schon jeher Heimart-Devise: Jede der angeschlossenen Institutionen betrieb früher einen eigenen Verkaufsbereich. Durch den Zusammenschluss am Solothurner Stalden konnten die Institutionen ihre Kräfte bündeln in einem einzigen Verkaufsladen. «Früher mussten wir die Produktion aus der Tagesstätte oft bremsen, weil vor Ort nicht so viel verkauft werden konnte», weiss er aus dem eigenen Betrieb.

Heute jedoch sei das «Problem» eher umgekehrter Art. «Wir kommen oft nicht nach mit dem Produzieren für den Heimart-Laden.» Dies bekommt auch Redzepi zu spüren, wenn es in der Discherheim-Werkstätte mal wieder heisst: «Ismael, wir brauchen neue Webkissen.» Ihm gefällts, wenn es was zu tun gibt. Aber auch, wenn sein Tageswerk wertgeschätzt wird und in den richtigen Verkauf gelangt. «Auch hier an der HESO haben wir bereits viel verkauft», rechnet Reinhart zusammen.

Die Stand-Präsenz wird wohl in nächster Zeit der letzte grössere Anlass ausserhalb des Staldens gewesen sein. Wie Reinhart ankündigt, entfällt künftig zur Adventszeit die Heimart-Ausstellung. Aber aus positiven Gründen: «Unser Laden am Stalden hat so viel Erfolg, dass wir uns mit der Ausstellung in letzter Zeit selbst konkurrenziert haben.»

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