Für Familie Waltzer aus dem Baselbiet ist dies ein guter Tag. Sie bauen ihren «Gwürzegge»-Stand in der Halle 8 an der HESO auf. Die Gewürze sind noch nicht ausgepackt, und bis alle Gefässe am rechten Ort stehen, dauert es noch, aber gut gelaunt ist die Familie trotzdem.

«Wir kommen seit 20 Jahren hierher», sagt Vater Raymond Waltzer und seine Ehefrau Heidi ergänzt: «Weil es hier einfach toll ist.»
Die vierköpfige Familie handelt mit den verschiedensten Gewürzen und Tees aus aller Welt.

An Solothurn schätzen sie besonders die netten Kunden. Diese seien hier besonders treu und würden Jahr für Jahr zum Gewürzstand zurückkehren, um ihre Einkäufe zu erledigen.

Die Familie freut sich auf die kommenden zehn Tage, während denen sich die Innenstadt Solothurns in ein grosses Einkaufszentrum verwandelt.

«Gwürzegge»

Rund um den «Gwürzegge» geben die Aussteller der Herbstmesse ihren Ständen den letzten Schliff. Bei «Möbel Märki» stehen Sofas, Tische und Stühle noch unordentlich herum und die Verantwortlichen beraten darüber, was wo hin soll.

Beim Stand der Biobauern werden Pflänzchen gesetzt und im Schwinger-Stand Sägemehl gestreut. Maler gehen mit Pinseln und grossen Farbkübeln herum und die Wege sind von Paletten voller Bierfässer verstellt.

Die Mitarbeiter von Securitas haben alle Hände voll zu tun, den Verkehr flüssig zu halten. «Wir haben vier Zugänge zum Gelände», sagt Messebauchef Georg Kaufmann.

Dies sei nötig, damit sich die anfahrenden Aussteller verteilen und es wenig Stau gibt. «Ich bin zuversichtlich, dass wir bis heute Abend die Messe aufgebaut haben, damit wir am Freitag eine saubere Eröffnung haben», sagt Kaufmann.

Verkehr und Sicherheit

Die Securitas ist an der HESO sowohl für den Verkehr als auch für die Sicherheit zuständig. Damit nachts nichts gestohlen wird, werden die Zelte abgeschlossen. Zudem wird das Gelände überwacht und Hundeführer sind im Einsatz.

Dieses Vorgehen hat sich in den letzten Jahren bewährt. «Mir ist aus der Vergangenheit kein Zwischenfall eines grossen Diebstahls bekannt», so Kaufmann.

Besonders gemütlich sieht es beim Stand der Confiserie Hofer aus. Geschäftsführerin Ingrid Spit-Hofer steht auf einer Leiter und tackert die graue Tapete ihres Standes fest. Von der Decke hängen braune Lampen. Die Atmosphäre erinnert eher an ein gemütliches Wohnzimmer als an einen Messestand.

Confiserie seit 20 Jahren an der HESO

Auch die Confiserie ist seit 20 Jahren an der HESO. «Dieses Jahr haben wir einen neuen Stand», sagt Spit-Hofer. Was aber beim Alten bleibt:

Das Hesoli aus Marzipan. «Es ist auch nach all den Jahren noch sehr beliebt.» Ursprünglich war das Hesoli das Maskottchen der Herbstmesse, es wurde aber längst abgeschafft.

Die Marzipan-Version der Confiserie hat aber überlebt. Neben dem Hesoli werden ab Freitag Truffes, Glaces und Crêpes verkauft. Wie die Familie Waltzer freut sich auch Ingrid Spit-Hofer auf die Messe.

Bevor es aber losgehen kann, steht noch viel Arbeit an. «Seit drei Tagen sind wir am Aufbauen», sagt sie. Die Zeit werde allmählich knapp. «Eine Nachtschicht ist aber hoffentlich nicht nötig.»