Solothurn
Hausbesetzer haben Posten geräumt

Die Personen, die das Haus an der Weissensteinstrasse in Solothurn besetzten, sind ausgeflogen. Damit haben sie das Ultimatum des Besitzers eingehalten und das Haus bis Donnerstagmorgen geräumt. Ihre persönlichen Gegenstände haben sie mitgenommen.

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Hausbesetzung in Solothurn
27 Bilder
 Der Gebäudeteil der Weissensteinstrasse 45 wurde von Hausbesetzern markiert. (Fotos: Andreas Kaufmann)
 Trotz der maroden Bausubstanz wissen die Besetzer die Wohnlichkeit gut zu nutzen. (Foto: Andreas Kaufmann)
 An farbenfroher Gestaltung mangelt es dem Gebäude nicht. Ob diese von den Hausbesetzern stammt, ist nicht bekannt. (Foto: Andreas Kaufmann)
 Relikte einer früheren Mieterschaft? (Foto: Andreas Kaufmann)
 Von der Mystik bis zur Gastronomie... (Foto: Andreas Kaufmann)
 Das Gebäude dient offiziell dem Restaurant Heidenhübeli als Materiallager. (Foto: Andreas Kaufmann)
 Vor langer Zeit gab es hier einen Coiffeursalon. (Foto: Andreas Kaufmann)
 Auch Hausbesetzer kennen das Savoir Vivre... (Foto: Andreas Kaufmann)
 ... und lassen es sich gut gehen... (Foto: Andreas Kaufmann)
 ... zumindest zeitweise... (Foto: Andreas Kaufmann)
 ... denn am Donnerstag um 10 Uhr müssen sie draussen sein... (Foto: Andreas Kaufmann)
 Dem baufälliges Gebäude ist sein Charme geblieben. (Foto: Andreas Kaufmann)
 Lebensweisheiten und Spirituelles pflastern die zeitweilige Unterkunft. (Foto: Andreas Kaufmann)
 Die Message der jungen Besetzer ist klar. (Foto: Andreas Kaufmann)
 Zimmerpflanze einmal anders: Hier haben Natur und Zeit gewirkt... (Foto: Andreas Kaufmann)
 Kunst oder einfach ein Plätz? (Foto: Andreas Kaufmann)
 Auch bei einer Hausbesetzerkommune macht sich die Konsumgesellschaft bemerkbar. (Foto: Andreas Kaufmann)
 Auch Hausbesetzer lassen Komfort nicht vermissen. (Foto: Andreas Kaufmann)
 An anderen Stellen gibt sie sich dafür betont künstlerisch. (Foto: Andreas Kaufmann)
 ... und auch poetisch. (Foto: Andreas Kaufmann)
 Rund ums Gelände hat die Natur ebenso gearbeitet. (Foto: Andreas Kaufmann)
 Im grünen Dickicht eines zerfallenen Bijoux. (Foto: Andreas Kaufmann)
 Die Vorderseite des Hausteils ist mit einem schwarzen Tuch abgedeckt. (Foto: Andreas Kaufmann)
 Das Inventar des Restaurants Heidenhübeli ist das einzige, das offiziell hinzugehört. (Foto: Andreas Kaufmann)
 Urbane Kultur an der Weissensteinstrasse. (Foto: Andreas Kaufmann)
 Und ein kleines Stück Aussteigerpoesie... (Foto: Andreas Kaufmann)

Hausbesetzung in Solothurn

Gestern um zehn Uhr lief für die Hausbesetzer an der Weissensteinstrasse 45 das Ultimatum ab: So hatte der Besitzer ihnen bis dahin Zeit gegeben, um das abbruchreife Gebäude ohne rechtliche Konsequenzen zu verlassen (wir berichteten). Diese hatten es sich dort vergangene Woche wohnlich eingerichtet und mit einem weitum sichtbaren Transparent «Instandbesetzen, statt kaputt besitzen» auf ihre Motive aufmerksam gemacht.

Wie nun Christoph Wenk, Dienstchef beim technischen Dienst der Stadtpolizei, informierte, wurde das Gebäude gestern menschenleer vorgefunden. Verbliebenes Mobiliar scheint aus einer früheren Zeit zu stammen, als das Haus anderweitig bewohnt war. Jedoch haben die unbekannten Hausbesetzer offenbar ihre persönlichen Gegenstände wie Decken oder Lebensmittel wieder mitgenommen. Rechtliche Schritte wird Hausbesitzer Hermann Beyeler nicht unternehmen: «Ich habe den Besetzern eine Chance gegeben, und sie haben sie genutzt. Somit ist die Sache für mich erledigt.»

Friedliche Hausbesetzung ist ok

Wie Robine Müller im Namen der Autonomen Freiraumbewegung auf Anfrage mitteilte, sei die Organisation, die sich sonst für ein Autonomes Jugendzentrum starkmacht, bei der Hausbesetzung in keiner Form involviert gewesen. Von der Aktion habe man gar nichts gewusst.

Müller findet aber das durch die Besetzung gesetzte Zeichen durchaus in Ordnung, «natürlich, sofern die Sache friedlich und ohne Sachschaden über die Bühne geht.» Und dies scheint nach derzeitiger Kenntnis der Fall zu sein. (ak)

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