Solothurn

Hausbesetzer haben Posten geräumt

Die Personen, die das Haus an der Weissensteinstrasse in Solothurn besetzten, sind ausgeflogen. Damit haben sie das Ultimatum des Besitzers eingehalten und das Haus bis Donnerstagmorgen geräumt. Ihre persönlichen Gegenstände haben sie mitgenommen.

Gestern um zehn Uhr lief für die Hausbesetzer an der Weissensteinstrasse 45 das Ultimatum ab: So hatte der Besitzer ihnen bis dahin Zeit gegeben, um das abbruchreife Gebäude ohne rechtliche Konsequenzen zu verlassen (wir berichteten). Diese hatten es sich dort vergangene Woche wohnlich eingerichtet und mit einem weitum sichtbaren Transparent «Instandbesetzen, statt kaputt besitzen» auf ihre Motive aufmerksam gemacht.

Wie nun Christoph Wenk, Dienstchef beim technischen Dienst der Stadtpolizei, informierte, wurde das Gebäude gestern menschenleer vorgefunden. Verbliebenes Mobiliar scheint aus einer früheren Zeit zu stammen, als das Haus anderweitig bewohnt war. Jedoch haben die unbekannten Hausbesetzer offenbar ihre persönlichen Gegenstände wie Decken oder Lebensmittel wieder mitgenommen. Rechtliche Schritte wird Hausbesitzer Hermann Beyeler nicht unternehmen: «Ich habe den Besetzern eine Chance gegeben, und sie haben sie genutzt. Somit ist die Sache für mich erledigt.»

Friedliche Hausbesetzung ist ok

Wie Robine Müller im Namen der Autonomen Freiraumbewegung auf Anfrage mitteilte, sei die Organisation, die sich sonst für ein Autonomes Jugendzentrum starkmacht, bei der Hausbesetzung in keiner Form involviert gewesen. Von der Aktion habe man gar nichts gewusst.

Müller findet aber das durch die Besetzung gesetzte Zeichen durchaus in Ordnung, «natürlich, sofern die Sache friedlich und ohne Sachschaden über die Bühne geht.» Und dies scheint nach derzeitiger Kenntnis der Fall zu sein. (ak)

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