Solothurn

Haus am Stalden 11 steht definitiv unter Schutz

Dieses Haus steht nun unter Schutz.

Dieses Haus steht nun unter Schutz.

Das Wohn- und Geschäftshaus Nr. 11 am Stalden wird nun nach dem Gemeinderat auch vom Regierungsrat unter Schutz gestellt. Diesen Schritt hatten auch die Denkmalpflege-Kommission und der Chef des Amtes für Denkmalpflege und Archäologie beantragt.

Neben der Stadt ist auch die Eigentümerschaft mit dem Schritt einverstanden.

Die Geschichte des Hauses am Stalden lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Das Gebäude wurde damals vom Kloster St. Urban erworben und nutzte es als Verwaltungssitz für die weit vom Mutterkloster entfernten Güter und als Absteige für die reisenden Konventualen. Der sogenannte St. Urban-Hof blieb im Besitz des Klosters, bis der Verwaltungssitz 1522 in die Gurzelngasse verlegt wurde. Umbauten nahmen im späten 17. Jahrhundert die damaligen Besitzer, die Salzherren Urs Buch und Johann Viktor I. von Besenval vor. 1714 nahm der Buchdrucker Urs Heuberger weitere Umbauten vor, ebenso 1754 der Chirurg Joseph Dürholz. 1880 wurde dann die Fassade gegen den Westring im Stil der Neurenaissance neu errichtet.

Dieser langen Bau- und Umbaugeschichte entsprechend besitzt das Haus sowohl baulische wie Ausstattungs-Elemente aus verschiedenen Jahrhunderten. Die heutige Eigentümerschaft beabsichtigt nun in einem ersten Schritt, die wertvollen historischen Eichenfenster auf der Seite Stalden zu sanieren. (mgt)

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