Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich diejenigen Kinder, die an der Ferienaktionswoche auf den städtischen Quartierspielplätzen «Tannenweg», «Villa 41» und «Güggi» teilnehmen. Über 100 Mädchen und Buben im Alter von sechs bis zwölf Jahren beteiligen sich am abwechslungsreichen Ferienprogramm, das dieses Jahr ganz im Zeichen «Slowfood statt Fastfood» steht.

Mit diesem Themenschwerpunkt will man den Jüngsten anhand von praktischen und theoretischen Beispielen saisonales Bewusstsein vermitteln, erklären, von wo die Nahrungsmittel stammen und auf die Sinne, insbesondere den Geschmack, näher eingehen. «Ein Apfel, ist nicht gleich ein Apfel, das heisst nicht jeder schmeckt gleich und nicht alle sehen gleich aus. Dies wollen wir den Kindern näher bringen», erklärt Guda Hess-Güdel, Koordinatorin der Quartierspielplätze in Solothurn.

«Das Essen war mega fein»

Doch in der Ferienwoche werden nicht nur Äpfel getestet und zugeordnet, es wird auch gekocht. «Gestern haben wir ein fünf Gänge-Menu zubereitet, wobei die Kinder alles selbst hergestellt haben, vom Teig für die Ravioli bis hin zum Dessert.»

Kein Wunder also, sagt die acht jährige Sophie: «Das fünf Gänge-Menu hat mir bis jetzt am meisten Spass gemacht, das Essen war mega fein», und sie ergänzt: «Wenn ich grösser bin, möchte ich in eine Kochschule und mir Tipps geben lassen.»

Heftig nickend fügt auch die siebenjährige Fiona an: «Auch ich will in eine Kochschule!» Zusätzlich wurden diese Woche Geschichten vorgelesen, auf dem Markt eingekauft, Kochmütze und Schürze hergestellt und ein Porträt der Kinder als Frucht hergestellt. Der Höhepunkt der Woche, soll aber ein Picknick sein, zu dem sich heute alle Kinder treffen und Selbstgemachtes mitbringen. So wurden am Mittwoch unter anderem bereits Sirup und Konfitüre hergestellt.

Ganz bei der Sache

Die Ferienaktionswoche, die sowohl im Frühling als auch im Herbst stattfindet, kann auf einige Jahre Erfahrung zurückblicken - der Sinn dahinter blieb aber immer derselbe, weiss Hess-Güdel: «Man will auch den Kindern, die nicht in die Ferien fahren, ermöglichen, etwas Tolles zu machen, sich über längere Zeit hinweg mit einem Thema zu beschäftigen und sich auf etwas Neues einzulassen.»

Die ganze Woche über waren die Kinder jeden Tag, vom Morgen bis am späten Nachmittag auf den Spielplätzen. Besonders faszinierend findet Guda Hess-Güdel deshalb, dass alle immer ganz bei der Sache sind. «Es war schon schön, dass die Kinder beispielsweise dienstags beim fünf-Gänge-Menu wirklich immer dranblieben und mithalfen, schliesslich sassen sie ganze zwei Stunden am Tisch um die Mahlzeit zu verspeisen.»