Solothurn

Halbzeit beim Kunst-Supermarkt: bereits über 2000 Bilder verkauft

Zahlreiche Besucher stöbern am diesjährigen Kunst-Supermarkt in den Kisten mit unzähligen Kunstwerken.

Zahlreiche Besucher stöbern am diesjährigen Kunst-Supermarkt in den Kisten mit unzähligen Kunstwerken.

Der diesjährige Kunst-Supermarkt Solothurn ist zur Hälfte vorbei. Von den 6000 Bildern konnten bereits über 2000 Stücke verkauft werden. Doch unter dem Weihnachtsbaum landen sollten diese laut Organisator Peter Lukas Meier besser nicht.

Halbzeit bei der 15. Ausgabe des Solothurner Kunst-Supermarkts: Wie läuft die Verkaufsausstellung bis jetzt? Organisator Peter Lukas Meier zeigt sich zufrieden: «Wir haben bereits über 2000 Werke verkauft, das sind sehr viele.» Bis zum Ende des Supermarkts am 4. Januar 2015 rechnet er mit circa 3000 Bildern, die an die Leute gebracht werden können.

Auch an Besuchern mangelt es nicht. «Es sind ständig Leute da», sagt Meier erfreut. Es herrsche eine gute Atmosphäre. Meier erklärt, dass es dieses Jahr zum ersten Mal gelungen sei, auch im zweiten Ausstellungsmonat noch viele Interessierte anzulocken. Sonst sei es im Dezember nach dem ersten grossen Ansturm nach der Eröffnung anfangs November meist ruhig geworden.

Das Publikum wechsle aber auch. «Zuerst kommen jene, die etwas Konkretes suchen», meint Meier. «Über Weihnachten sind wir dann mehr eine Art Plattform für Begegnungen, wir bieten Getränke an der Bar an, man trifft sich hier.»

In diesem Rahmen finden auch die «Künstlerateliers» statt. Dabei malen Künstlerinnen und Künstler, die an der Ausstellung teilnehmen, live vor Ort. So bietet sich den Besuchern die Gelegenheit, ihnen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.

Beliebte Bilder

Welche Bilder verkaufen sich denn dieses Jahr besonders gut? «Die Werke der Iraner Künstlerin Soraya Hamzavi Luyeh stehen zur Zeit hoch im Kurs», erzählt Meier. Es sei immer heikel, einen bestimmten Künstler herauszuheben. Doch man könne definitiv sagen, das Luyeh dieses Jahr zu den erfolgreichsten Künstlern gehöre. «Sie macht gesellige Bilder», so der Kunstliebhaber. 

Im Solothurner Kunst-Supermarkt werden Bilder in den vier Preisklassen 99, 199, 399 und 599 Franken angeboten. Bis jetzt sei die Anzahl verkaufter Bilder aus den verschiedenen Preiskategorien etwa ausgeglichen. «Aber vom Billigsten verkauft man natürlich immer am meisten», meint Meier schmunzelnd. Die Werke für 99 Franken seien auch eine Art Lockvogel, der Käufer anziehe.

Jedes Bild ein Unikat

Jedes der 6000 Bilder im Kunst-Supermarkt ist ein Unikat und handsigniert. «Dies gibt ihnen einen gewissen Wert und ist sicher auch für die Käufer entscheidend», betont Peter Lukas Meier. Schliesslich habe dann nicht jeder dieses Bild bei sich zu Hause hängen.

Den Besuchern ist es im Supermarkt nicht möglich, ein Bild zu reservieren. Sie müssen also sofort entscheiden, ob sie das Auserwählte kaufen wollen oder sonst das Risiko eingehen, dass es am nächsten Tag bereits weg ist. «Aber es hat so viele Bilder, da findet man immer etwas, dass einem gefällt», ist Meier überzeugt.

«Ein Bild als Weihnachtsgeschenk ist schwierig»

Für jemanden anderes ein Bild - beispielweise als Weihnachtsgeschenk - auszuwählen, erachtet Meier hingegen als sehr schwierig. «Die Geschmäcker sind sehr verschieden und auch wenn man einen Menschen gut kennt, gefällt ihm das gekaufte Bild unter Umständen gar nicht», so Meier. Der Kunst-Supermarkt finde also nicht wegen der Absicht, vom florierenden Weihnachtsgeschäft zu profitieren, im Dezember statt, erklärt Meier.

Abschliessend zieht der Organisator den Vergleich mit den vorherigen Ausgaben des Kunstsupermarkts: «Es ist zwar kein Rekordjahr, aber auf jeden Fall wieder eine sehr gute Ausgabe.»

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