Verenaschlucht

Halbes Jahr nach Einsturz: Die neue Brücke über den Verenabach ist offen

Die neue Brücke in der Einsiedelei ist eingeweiht

Die neue Brücke in der Einsiedelei ist eingeweiht

Im März 2019 brach die Brücke über den Verenabach ein. Im August begann man mit dem Bau der neuen. Jetzt wurde sie eingeweiht.

«Freude herrscht» nicht nur beim Einsiedelei-Wirt Franz Aerni über die neue Brücke vor seinem Restaurant am Verenabach. Auch die Bürgergemeinde Solothurn, die Gemeinde Rüttenen und alle am Neubau Beteiligten hatten Grund zum Feiern.

1. Mai 2015. «Nach einem heftigen Unwetter wurde der Verenabach zu einem reissenden Fluss. Das Restaurant Einsiedelei wurde überschwemmt, man stand knietief im Wasser. Die Klause blieb zum Glück verschont, nur das Gärtli wurde überflutet.» So schilderte Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger jene Ereignisse, die für die Verenaschlucht und ihre Erschliessung fatale Folgen haben sollte.

Die Kofferung des Weges stürzte manchenorts ein, und deshalb musste im Sommer des Vorjahres der ganze Weg mithilfe der Philanthropischen Gesellschaft Union saniert werden. Auch die kleine Brücke bei der Klause wurde instandgesetzt – noch nicht aber der ebenfalls in Mitleidenschaft gezogene hinterste Übergang beim Restaurant Einsiedelei. «Die Sanierung war diesen Sommer terminiert, doch am 20. März brach er ein», so Wyniger. Binnen zehn Tagen war zwar eine Notbrücke erstellt, doch erst am 12. August konnte der Neubau begonnen und nun abgeschlossen werden.

Alle Parteien haben sich gefunden

Für die längere Phase bis zum Baubeginn seien die komplizierten Verhältnisse verantwortlich gewesen, erklärte der Präsident der Bürgergemeinde – ihr gehört zwar die Schlucht, der Bach dagegen dem Kanton, und politisch liegt sie auf dem Gebiet von Rüttenen. Deren Gemeindepräsident Gilbert Studer zeigte sich erfreut, dass nun Spaziergänger wieder ungehindert seine «schönste Gemeinde» oberhalb von Solothurn erreichen könnten.

Die Konstruktion auf einem massiven Betonsockel, mit einen Boden und Geländer aus Burglind-Sturmholz der Bürgergemeinde, trage auch Feuerwehr- und Sanitätsfahrzeuge, sei aber sonst nur für den Veloverkehr offen. Rüttenen beteiligte sich mit 40'000 Franken am 100'000-Franken-Projekt, an den Löwenanteil der Bürgergemeinde steuert auch der Hochwasserschutz des Kantons etwas bei.

Dieser wird auch dazu beitragen, dass Einsiedelei-Wirt Franz Aerni künftig ruhig schlafen kann. So wird zum Schutz vor Hochwasser das Bachbett noch verbreitert, «und die Situation wurde schon mit der jetzigen neuen Brücke klar entschärft.» Zwar habe er Einbussen durch die Bauerei gehabt, doch sei die Brücke jetzt eine sehr gute Erschliessung auch für behinderte Gäste im Rollstuhl. Deshalb schaue er jetzt nur noch vorwärts, und angesichts der neuen schmucken Brücke meinte Aerni: «Freude herrscht.»

«Freude herrscht!»: Franz Aerni, der Wirt vom Restaurant Einsiedelei, freut sich über die neue Brücke

«Freude herrscht!»: Franz Aerni, der Wirt vom Restaurant Einsiedelei, freut sich über die neue Brücke

Im März stürzte die Brücke über den Verenabach ein. Seit Mitte September ist die neue Brücke in Betrieb – und das freut Franz Aerni, Wirt des nebenstehenden Restaurants Einsiedelei sehr. Durch die fehlende Brücke habe er diesen Sommer eine leichte Einbusse hinnehmen müssen, weil vor allem gehbehinderte Gäste nicht mehr so gut zum Restaurant fanden.

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Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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