Bierseligkeit
Halbe Schweiz in Solothurn: Samstag sorgt für neuen Rekord an den Biertagen

Drei Tage Bierseligkeit herrschte in der und um die Reithalle. Das schöne Wetter am Samstag sorgte für einen neuen Rekord. Insgesamt wurden an den 15. Solothurner Biertagen rund 12'000 Gäste gezählt.

Wolfgang Wagmann
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Volles Bierzelt am Samstag an den Solothurner Biertagen.

Volles Bierzelt am Samstag an den Solothurner Biertagen.

Leserfoto/Stephanie Walker

«Der Donnerstag und der Freitag bewegten sich im Rahmen des Vorjahrs, der Samstag war neuer Rekord», schätzt Organisator Alex Künzle eine Besucherzahl von rund 12'000 Gästen an den 15. Solothurner Biertagen.

Die Solothurner wurden am ersten Abend gesichtet, an den zwei Folgetagen war wie immer die halbe Schweiz in Solothurn, um die Erzeugnisse von 50 kleinen und mittleren Brauereien zu verkosten. «Für uns sind die Biertage hier wichtig und wir kommen wieder»; meinte etwa Martin Jossen, Aussendienstmann des Walliser Biers.

Auch Alex Künzle konnte nur positive Feedbacks von Ausstellerseite vermelden, «einzig am Sonntagmorgen haben sie sich ein bisschen genervt, dass sie so schnell aufräumen mussten.» Denn rund um die Reithalle wird bereits die Bike-Days-Infrastruktur aufgebaut.

Eröffnung Biertage Solothurn
19 Bilder
Das Zapfhahnen-Defilee in der Reithalle.
Der Zapfhahnen funktioniert.
Sie stossen auf den Feierabend an.
Die beiden Öufi-Bardamen Maya und Conny sind parat.
Öufi-Chef Alex Künzle freut sich sichtlich auf sein Fest.
Die Gästeschar an der Eröffnung
Werbung muss sein...
Organisator Alex Künzle und Eröffnungsredner Jens Wacholz stossen auf die Biertage an.
Nationalrat Christian Imark und Alex Künzle in Bierlaune
Chrigu Fluri und Chris Rölli stossen auf die Biertage an.
Vom Regen in die Biertraufe...
Hier gibts Walliser Bier.
Die Walliser Gäste sind schon gut drauf.
Er geniesst sein Margarita Bier mit Tequila und Limone.
Was es nicht alles gibt..
Auch für den Magen ist gesorgt.
Kartoffelsalat wird gebraucht...

Eröffnung Biertage Solothurn

Wolfgang Wagmann

Künstler können mehr verlangen

Dies habe wohl für einen höheren Lärmpegel als die Biertage selbst gesorgt. «Wobei natürlich der Aufbruch von 5000 Leuten nie geräuschlos vor sich gehen kann», blickt Künzle aber auf einen ruhig und reibungslos verlaufenen Grossanlass zurück. Zumindest ein Verkehrschaos wie die Bike-Days generieren die Biertage nicht: «Das Parkhaus war jeweils halb leer», stellte der «Öufi»-Brauereiinhaber fest.

Eindeutig sei der Trend zu gut gehopften Bieren. «An den ersten Biertagen gabs vielleicht ganz hinten in der Ecke ein India Pale Ale. Heute hat jeder mindestens eins an seinem Stand. Viele, vor allem die Romands, sind noch weit kreativer und deshalb kostet dort der Becher statt vier gleich fünf oder mehr Franken. «Künstler können mehr verlangen», so Künzle lakonisch, «denn sonst kommen die Romands, die kleine Mengen aufwendig produzieren, nicht mehr. Wir legen nur einen Mindestpreis fest, sonst machen wir keine Vorschriften.»

Ein Problem aber hat der Biertage-Macher: Grösser kann sein Anlass kaum mehr werden. «Wenn wir das Zelt gegen das Soldatendenkmal hin verlängern, verlieren wir den Ausstellerparkplatz. Und ein weiteres grosses Zelt auf dem jetzigen Biergarten-Gelände würde 50'000 Franken kosten. Das liegt nicht drin.»

Da aber das Interesse an einer Teilnahme ungebrochen ist – so wurden Vertreter einer Urner Brauerei in Solothurn gesichtet – bleibt Künzle wohl nur eins: der «Numerus bierus».