Gemeinderat

Gutes Zeugnis für Solothurner Aare als Schwimmerzone

Wo steigt es sich am besten ins kühle Nass?

Wo steigt es sich am besten ins kühle Nass?

Der Gemeinderat befasste sich beim Postulat «Ab in die Aare» mit den Ein- und Ausstiegsstellen für Schwimmer. Das heutige Angebot an Zugangspunkten zur Aare reiche aus, sagt Stadtpräsident Kurt Fluri. Der Rat pflichtet ihm bei.

«Ab in die Aare! » Eigentlich ein unpässliches Thema für eine Gemeinderatssitzung an einem nasskalten Dienstagabend im Oktober. Aber letztlich ging es weder darum, sich im nebenan fliessenden Wasser über die weiteren Traktanden zu beraten. Oder sich über die Verlockungen des vergangenen Sommers auszutauschen. Vielmehr stand ein Postulat der CVP/GLP-Fraktion im Fokus, die nun beantwortet und behandelt wurde.

Das Stadtpräsidium sollte prüfen, an welchen Standorten entlang des Aareufers sich Ein- und Ausstiegspunkte für Schwimmer realisieren liessen. Dabei verwies Julia Späti als Erstunterzeichnerin des Postulats auf das Beispiel der Stadt Bern mit «komfortablen Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten.»

Es gibt diverse Einstiegsmöglichkeiten

Bei seiner Antwort stützt sich Stadtpräsident Kurt Fluri auf das Konzept AareRaum Stadt Solothurn, das im Jahre 2000 in Auftrag gegeben worden war. Das Dokument bildet bis heute die Grundlage und Richtschnur für die Planung und Ausführung von Anlagen und Aktivitäten im städtischen Aareraum.

Demnach liegen die bevorzugten Uferzonen am besonnten Nordufer der Aare. Dabei ist die Rede von natürlichen Zugängen über Ufersteine zwischen der Stadtgrenze flussabwärts und der Rötibrücke. Weitere Zugänge sind Plattformen beim Ritterquai und Landhausquai oder Einstiegsstellen bei der Galerie Medici und beim Bootshafen. Am südlichen Ufer sind es Zugänge bei der Schiffländte, beim «The Docks» und beim Kreuzackerquai. Vorausschauend erwähnt wird auch die beim dereinst umgebauten Postplatz geplante Plattform für einen geschätzten Realisierungsbetrag von 200'000 Franken. 

«Guter Überblick über den Stand der Dinge»

Abschliessend stellt sich das Stadtpräsidium auf den Standpunkt, dass das Angebot an natürlichen und künstlich geschaffenen Ein- und Ausstiegsstellen ausreicht. Schliesslich erklärte der Rat das Postulat einstimmig erheblich und schrieb es als erledigt ab. «Die Antwort liefert einen guten Überblick über den Stand der Dinge», lobte Claudio Hug (GLP) und verwies darauf, dass eine klare Mehrheit der Fraktion die heutigen Möglichkeiten ebenfalls als genügend einstuft. «Das Bedürfnis nach Erfrischung im Sommer wird mit dem Klimawandel zunehmen», so Hug weiter.

«Es braucht keine wesentlichen weiteren Massnahmen», fand auch Sven Wittmer (FDP), selbst Schwimmer, der den offenen Aarezugang der Badi vorziehe. Marguerite Misteli (Grüne) verwies darauf, dass man mit dem Konzept aus dem Jahr 2000 durchaus weiterarbeiten könne – allerdings mit Anpassungen.  

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