Pro Vorstadt
Gute Nachrichten für die Solothurner Vorstadt

Die Zerschlagung der Dealer-Szene und ein gutes Resultat am Weihnachtsmarkt waren nur zwei von vielen guten Nachrichten an der Generalversammlung der Vereinigung Pro Vorstadt.

Lucien Fluri
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Martin Tschumi ist vom Potenzial der Vorstadt überzeugt.

Martin Tschumi ist vom Potenzial der Vorstadt überzeugt.

Wolfgang Wagmann

«Schritt für Schritt» heisst das Motto von Martin Tschumi, Präsident der Vereinigung Pro Vorstadt und frisch gewählter Gemeinderat. Und er konnte an der Generalversammlung der Vereinigung zahlreiche Fortschritte präsentieren: Die Vereinigung wuchs auf 133 Mitglieder.

Erfolge waren auch der Chästag, der Buechibärger Märet und der Weihnachtsmarkt im Kreuzackerpark, der nicht nur zehn neue Aussteller anzog, sondern am Sonntag auch den besten Tag verbuchte, seit es den Markt gibt. Als Meilenstein für die Entwicklung in der Vorstadt sieht Martin Tschumi die künftige Strassenumgestaltung.

Zusätzlicher Anlass im Frühling

Und es soll noch mehr Anlässe in der Vorstadt geben: Dieses Jahr plant die Bruderschaft Sanctae Margari- thae nach 1996 und 1984 wieder ein Vorstadtfest, das am letzten Augustwochenende stattfinden soll. Am Freitag werde es ein Benefiz-Diner in der Rothus-Halle geben, erklärte Claude Tschanz. Am Samstag sind eine Brocante und ein Volksfest geplant. Die Erträge sollen der Innensanierung der Kirche beim Alten Spital zugutekommen.

Auch die Vereinigung Pro Vorstadt möchte neben Buechibärger Märet, Weihnachtsmarkt und Chästag einen weiteren Anlass im Frühling durchführen. Man denke etwa an eine Frühlingsmesse oder ein Open Air auf dem Dornacherplatz, sagte Martin Tschumi. Insbesondere aufgrund des positiven Weihnachtsmarktes konnte Kassierin Ursula Steiner einen Vermögenszuwachs von 10 500 Franken vorweisen. Sie wies aber darauf hin, dass der Markt wetterabhängig sei. Ein Polster für das nächste Jahr sei deshalb positiv.

Besserung im Kreuzackerpark

Massiv besser sei die Situation rund um Drogenhandel und Asylbewerber in der Vorstadt geworden, sagte Tschumi. Dies sei auch ein Verdienst der IG Vorstadt 11. Man habe gemerkt, dass es deutlich mehr Polizeikontrollen gebe. «Wir sehen, was möglich ist, wenn die Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten.»

Stadtpräsident Kurt Fluri nahm das Thema auf. «Die Drogenszene ist zum Teil zerschlagen worden», sagte Fluri, wies aber auch darauf hin, dass Stadt- und Kantonspolizei nicht ständig diesen Aufwand betreiben könnten. Es sei positiv für das Image der Stadt, dass es immer mehr sanierte Fassaden in der Vorstadt gebe, fuhr Fluri weiter. «Zu einer Stadt gehören aber auch Schattenseiten.» Versammlungsteilnehmer machten diese in der Unterführung bei der blauen Post oder beim Café auf dem Dornacherplatz aus.

3 Monate und 1000 Übernachtungen

Als Vorzeigebeispiel nannte Tschumi das vor drei Monaten eröffnete Hotel Roter Ochsen, in dem die Versammlung stattfand. Besser hätte der Start laut Gastgeber Christian Stampfli nicht laufen können. Elf Zimmer hat das Hotel und seit der Eröffnung übernachteten im Schnitt elf Personen im Hotel. Drei Monate nach der Eröffnung konnte das Haus bereits die 1000. Übernachtung verbuchen. Am Mittwoch etwa übernachteten sechs Japaner dort. «Es sind oft Leute, die noch nie hier waren, aber die alle wieder kommen wollen», sagte Stampfli.