Solothurn

«Gute Bands, gute Stimmung und zufriedene Gäste»» an den Solothurner Musiktagen

L.P. Dark trat im Rahmen der ersten Solothurner Musiktage «Red John» auf.

Die erste Ausgabe der Solothurner Musiktage ist geglückt, die Organisatoren denken bereits über ein grösseres Fest nach.

Die ersten Solothurner Musiktage waren trotz wenig erfreulichen Wetterverhältnissen ein Erfolg. Dies sagen die beiden Initianten und Organisatoren des Anlasses, Silvan Scherer und Michael Hofer, die mit ihrer Idee und den rund 20 Helferinnen und Helfern ins Schwarze getroffen haben. Nur eine Band fiel am Freitagabend dem Regen zum Opfer und konnte wegen des straffen Programms von der «Hafebar» nicht an einen anderen Ort umdisponiert werden. Ferner mussten drei Ensembles ihren Auftritt wegen Erkrankung absagen.

Die gut geplante Durchmischung der rund 30 Bands aus drei Sprachregionen mit dem Schwerpunkt auf weniger bekannte Musiker aus der Region, und die sorgfältig ausgewählten Lokalitäten mit der nötigen Infrastruktur erwies sich als ideal: «Wir haben bewusst Orte ausgesucht, wo sich die Leute auch sonst treffen», freut sich Michael Hofer über den nicht voraussehbaren Erfolg. «Es ist möglich, dass wir das Ganze in Zukunft auch auf andere Spielorte ausdehnen werden.» Damit ist bereits gesagt, dass auch dank des guten Feedbacks der Besucher und der Besitzer der Lokalitäten die Solothurner Musiktage in ein zweites Jahr gehen werden und sich möglicherweise bald auch in die Reihe der Traditionsanlässe in der Stadt einreihen könnten.

Für alle Genres offen

«Es gibt die Solothurner Filmtage und die Solothurner Literaturtage, warum nicht auch die Solothurner Musiktage», geben die beiden ihrem Projekt eine gute Zukunftschance. Die Voraussetzungen sind bestens: «Es gibt einige, die wir in diesem Jahr gerne berücksichtigt hätten, aber wegen der fehlenden Infrastruktur nicht konnten.» Das könnte sich ändern, denn inzwischen haben sich auch weitere Besitzer von Lokalitäten gemeldet, die gerne mit dabei wären. Wichtig sei, dass die Spielorte innerhalb von ein paar Minuten erreichbar seien und die gewünschte Zirkulation möglich werde. Gerade diese hat in diesem Jahr hervorragend geklappt. «Die Leute kamen und gingen, je nach Auftritt», sagt Andy Riffel vom T-Room am Patriotenweg, das sich auf modernen und traditionellen Jazz spezialisiert hat. «Gute Bands, gute Stimmung und zufriedene Gäste», ist sich das dortige Team einig.

Inzwischen spinnt Silvan Scherer seine Gedanken weiter: «Wir sind an nichts gebunden und für alle Musikgenres offen. Eventuell könnten später auch klassische Konzerte eingebunden werden und, nach dem Vorbild der Film- und Literaturtage auch Workshops, Diskussionen und Vorträge.» Die Chancen stehen gut. Die angestrebte Vernetzung unter den verschiedenen Musikern ist vielversprechend, bisher wenig bekannte regionale Formationen und nationale Interessenten gibt es genügend und mit dem «Solheure» und der Rothushalle stehen ausserhalb der Openair-Möglichkeiten zwei Räumlichkeiten zur Verfügung, die ein grösseres Publikum fassen können. Eine Warteliste für das nächste Jahr gibt es nicht. «Das Programm wird jedes Jahr neu zusammengestellt und die Anmeldungen laufen über das Internet», betont Silvan Scherer.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1