«Killer»-Fans können aufatmen: Genau sechs Tage vor dem Ende der Crowdfunding-Kampagne haben es die Solothurner Rocker geschafft. Insgesamt 36 Unterstützer haben 10'660 Franken – 660 Franken mehr als das vorgegebene Ziel – gespendet, um das neue Album der Band zu finanzieren. Zwar läuft das Crowdfunding noch sechs Tage, aber nun steht definitiv fest, dass es ein neues, fünftes Killer-Album geben wird.

«Wir freuen uns sehr über den Erfolg. Es gibt uns das Gefühl, dass die Leute unsere Arbeit sehen wollen und es ‹nöd für d Füchs› ist», sagt Crown Kocher, Gitarrist von «Killer». «Wir freuen uns auf die Arbeit am Album.» 

Die Mehrheit von fünf Personen

Noch vor rund einem Monat war ungewiss, ob die Band ihr neues Album aufnehmen kann. Denn die Plattenfirma von «Killer» will kein Geld in eine neue CD investieren. «Dies nicht zuletzt aufgrund des totalen Overkills an Bands und musikalischen Veranstaltungen, sowie der zunehmenden Tendenz des kostenlosen Downloads von Musiktiteln», erklärte Crown Kocher seinen Fans in einem Video. Aus diesem Grund wandte sich die Band mit einem Crowdfundingaufruf an die Öffentlichkeit

Zwischen 10 und 5000 Franken können auf einmal gespendet werden. Dafür gibts je nach Betrag auch ein «Goodie» der Band. Auf der Webseite ist ersichtlich, wie viele Personen für welches «Goodie» gespendet haben. Am häufigsten wurde die Kombination aus einer signierten CD des neuen Albums, eines Band-T-Shirts und eine persönliche Einladung mit Meet & Greet anlässlich der CD-Release-Party mit Live-Gig ausgewählt. 

Speziell am Ergebnis ist, dass rund 8000 Franken von «nur» fünf Personen kommen. Dafür hat Kocher eine Erklärung: «Das Wemakeit-Team hat uns geraten, auf Personen zuzugehen und so Sponsoren zu suchen. Vielleicht sind es diese Personen», vermutet der Rocker. Mehr kann er nicht verraten, denn bis zum Ende des Crowdfundings kann er die Daten nicht einsehen. Und selbst dann: «Ich respektiere es, wenn die Leute, die für unser Album gespendet haben, nicht öffentlich genannt werden möchten», erklärt er. 

Auf keinen Fall an den Spenden bereichern

Etwa 8000 Franken braucht die Band für die Aufnahmen, das Mixing & Mastering in einem professionellen Tonstudio, 2000 Franken sind für die Produktion der CD's nötig. Doch was geschieht mit dem überschüssigen Geld? «Falls nach den Aufnahmen noch etwas übrig bleiben sollte, investieren wir das Geld in ein Musikvideo», verspricht Kocher. An den Spenden bereichern will sich die Band auf keinen Fall.