Suteria Chocolatier

Goldgeränderte Torten aus dem Solothurnischen

Spitzenconfiseur Manfred Suter. Foto: HO

Spitzenconfiseur Manfred Suter. Foto: HO

Handwerk habe «goldenen Boden», heisst es. Auf den engagierten Confiseur Manfred Suter und sein Team trifft dies zu: Er hat seine umfangreiche Medaillensammlung in Bulle schon wieder erweitert.

Auf Anhieb kann Manfred Suter nicht mehr beziffern, wie viele Medaillen und Spitzenplätze er und seine Equipe im Lauf der Jahre mit ausgewählten Produkten bereits gewonnen haben. Aber Stolz komme jedesmal von neuem auf, versichert Suter. Das jüngste Edelmetall stammt von der «Swiss Bakery Trophy», die im Rahmen der Genussmesse in Bulle FR durchgeführt wurde.

Familienbetrieb mit Tradition

Mehr als 1000 Bäckereien, Konditoreien und Confiserien aus der Schweiz tischten den Juroren – Fachleuten und Konsumenten – 1400 Spezialitäten auf. Diese wurden nach Farbe, Form, Struktur, Kaueigenschaften, Biss, Geruch und Geschmack bewertet. Die Suteria Chocolata gewann für zwei ihrer Hausprodukte – die «Original Solothurner Torte» und die «Champagner Truffes» – je eine Goldmedaille.

Hinter Suteria steckt – dem modernistischen Namen zum Trotz – ein Familienbetrieb mit Tradition. Die prämierte Torte beispielsweise wird seit fast 100 Jahren nach einem Originalrezept hergestellt, das bereits seit den Dreissigerjahren quasi patentgeschützt ist. Manfred Suter erwarb das Rezept Mitte der 70er-Jahre, als er sich selbstständig machte. Die Confiseurlehre hatte Suter in seiner Heimatstadt Aarau absolviert, in der für ihre Schokoladen-«Bomben» überregional bekannten Confiserie Brändli. Unmittelbar vor seiner Rückkehr ins Mittelland arbeitete der junge Berufsmann als Chefconfiseur in einem Winterthurer Betrieb.

Der Berufsnachwuchs ist gut

1975 startete Manfred Suter mit der Übernahme einer älteren Confiserie in Solothurn die eigene Unternehmerlaufbahn. Der damalige Kleinbetrieb mit vier Beschäftigten ist zu einem mittelständischen Unternehmen herangewachsen. Die Suteria beschäftigt je nach Saison 80 bis 85 Personen. Fünf der acht Lernenden lassen sich zum Konditor-Confiseur ausbilden.

Mehrere ehemalige «Suterianer» sind im Lauf der Jahre zurückgekehrt und heute teilweise in Kaderfunktionen tätig. Im Produktionsbereich mit rund 30 Beschäftigten wird stark auf Handarbeit gesetzt. Daneben gehören heute drei Verkaufsläden zur Suteria – zwei in Solothurn, einer in Olten. Weiteres Expansionspotenzial sieht Manfred Suter im eigenen Online-Shop, der bereits seit zehn Jahren betrieben wird. Das Gros der Bestellungen via Internet stammt aus der Schweiz.

Konkurrenz hält fit

Wer mit dem Suteria-Chef über dessen Metier spricht und nach Chancen im Verdrängungsmarkt fragt, hört keinen 67-jährigen pensionierungsreifen «Gewerbler». Vielmehr hört er einen engagierten Berufsmann und offensiven Unternehmer, der in seiner Innovations- und Qualitätsstrategie mehr denn je eine realistische Erfolgsperspektive sieht. Voraussichtlich Mitte 2011 wird Manfred Suter die Geschäftsleitung einer externen Fachkraft übergeben und sich auf das Präsidium des Verwaltungsrats konzentrieren.

Meistgesehen

Artboard 1