reformierte Kirchgemeinde

Gold fischen am Miteinandertag

Echte «Goldgräberstimmung» herrschte vor der reformierten Stadtkirche

Echte «Goldgräberstimmung» herrschte vor der reformierten Stadtkirche

Die reformierte Kirchgemeinde lässt den Erlös des diesjährigen «Miteinandertags» der Organisation «Brot für alle» zukommen. Sie setzt sich für faire Bedingungen im Goldabbau ein.

Es muss nicht immer alles Gold sein, was da glänzt. Das zeigten die verschiedenen Aktivitäten des diesjährigen «Miteinandertags» der reformierten Kirchgemeinde in und um die Stadtkirche. So herrschte unter den Kleinen eine richtige «Goldgräberstimmung», als sie eifrig im Sandkasten nach 5-Rappen-Stücken schürften. «Aus Silber wird Gold», so das Motto.

Und für ein paar «Füferli», die ja aus Silber sind, bekam man einen Schokoladentaler im glänzenden Goldpapier. «Meine ‹Füferli› vergrabe ich selber wieder, dann finde ich sie auch», so ein kleiner Geschäftsmann. Auch im neu umgebauten Stadttheater ist nicht alles Gold, was glänzt. Dies führte Cornelia Mattiello in ihrem Vortrag aus: Die Farbe Gold zieht sich wie ein roter bzw. goldener Faden durch das Stadttheater. So hat man sich beispielsweise beim Beleuchtungsmaterial für behandeltes Messing entschieden – das wie Gold glänzt.

Schmuck aus «Ökogold»

Dass sich wunderschöne Schmuckstücke auch aus «Ökogold», also rezykliertem Gold, und Edelsteinen aus einem fairen Abbau herstellen lassen, zeigte Goldschmiedin Mirjam Hauri aus Solothurn. Die Edelsteine stammen aus einem brasilianischen Unternehmen, das unter anderem explizit auf Kinderarbeit verzichtet, angemessene Löhne bietet und die Umwelt schont. Angesagten Hippieschmuck aus Kunstperlen, Draht und Knöpfen konnte man vor Ort basteln.

Gold fischen von der Empore

Spass machte den Kindern auch, endlich mal einen fetten Fisch an der Angel zu haben: Eifrig wurde von der Empore aus nach Goldfischen geangelt, in denen Goldpapier versteckt war, das man gegen Süssigkeiten eintauschen konnte.

Weiter konnten sich Gross und Klein als Maler und Schriftsteller versuchen: Ein Bild nach Gustav Klimt mit viel Goldfarbe malen oder eine Goldgeschichte auf einer Schreibmaschine tippen. Das Theater «Kasperli und der verzauberte König» hatten Konfirmandinnen und Konfirmanden selber geschrieben und es wurde auch von ihnen aufgeführt – zur Freude der kleinen Besucher: Der böse Zauberer berichtet dem König von einem Goldschatz im Wald; um ihn zu heben, müssen ein paar Bäume gefällt werden. Doch eigentlich hat der König Gold und Holz genug . . .

Mit dem Erlös des «Miteinandertags» unterstützt die Kirchgemeinde die diesjährige ökumenische Kampagne «Wo Gold den Glanz verliert» von «Brot für alle» und «Fastenopfer»: Diese setzt sich für fairere Bedingungen im Goldabbau im Kongo und in Südafrika ein (www.sehen-und-handeln.ch).

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