Öffnungszeiten Heute sind die Einwohnerdienste der Stadt Solothurn lediglich werktags und zu Bürozeiten – konkret von 8.30 bis 11.30 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr – geöffnet. «Darfs ein bisschen länger sein?» ist die Frage, die sich nun die Grünliberalen der Stadt (GLP) unter Erstunterzeichner Thomas Bollinger stellen.

Die Motionäre schlagen vor, die Öffnungszeiten der Einwohnerdienste an einem Tag in der Woche auszudehnen. Durch die aktuelle Situation sähen sich laut GLP Einwohner mit Vollzeit-Erwerbsbeschäftigung, insbesondere auch Pendler, dazu gezwungen, für einen Besuch der Einwohnerdienste extra freizunehmen oder aber mit der Verwaltung einen individuellen Termin abzumachen.

«Letzteres stellt insbesondere bei kleineren Anliegen wie dem Ausstellen einer Wohnsitzbestätigung oder Stimmrechtsbescheinigung, eine relativ hohe Hürde dar und verursacht sowohl bei den Einwohnern als auch bei der Verwaltung einen unverhältnismässigen Aufwand», so die Motionäre.

Relikt aus der Vergangenheit

So seien die Büroblockzeiten «ein Relikt aus der Vergangenheit», eine minimale Flexibilität bei den Schalteröffnungszeiten hingegen sei «für eine urbane, moderne Stadt heutzutage ein Muss».

Und: Auch andere Städte haben laut GLP eine flexiblere und «bürgerfreundlichere» Handhabe als Solothurn. In Olten können die Einwohnerdienste am Samstagmorgen konsultiert werden, in Langenthal am Montagabend bis 19 Uhr und in Balsthal am Dienstag und Donnerstag bis 18.30 Uhr. «Diese Flexibilität wird von den Einwohnern sehr geschätzt.»

Kostenneutral oder Sparpotenzial

Der Donnerstag – konkret bis 19 Uhr – wäre aus Sicht der GLP auch in Solothurn nicht zuletzt wegen des Abendverkaufs naheliegend: «Der Gang aufs Amt könnte mit einem Einkaufsbummel kombiniert werden.»

Durch eine Einschränkung der Öffnungszeiten der Einwohnerdienste – beispielsweise am Donnerstagmorgen – könnte die Flexibilisierung kostenneutral oder gar mit Einsparungen für die Stadt umgesetzt werden, so der Vorschlag.

Grundsätzlich hält die GLP aber fest, dass die Donnerstagsvariante nur als Vorschlag, nicht aber als fixe Forderung der Motion selbst zu verstehen sei. Die GLP fordert nun das Stadtpräsidium auf, der Gemeindeversammlung eine Ergänzung der Dienst- und Gehaltsordnung (DGO) zu unterbreiten. (mgt/ak)