Generalversammlung

Gleichzeitig mit CVP-Jahresrückblick findet Wahlkampf-Endspurt statt

CVP-Kandidat Pirmin Bischof begibt sich nach eigenen Aussagen auf Werbetour oder schreibt seine potenziellen Wähler persönlich an. (Archiv)

CVP-Kandidat Pirmin Bischof begibt sich nach eigenen Aussagen auf Werbetour oder schreibt seine potenziellen Wähler persönlich an. (Archiv)

Die städtische CVP blickt auf ein ruhiges Geschäftsjahr zurück. Im Zentrum der Versammlung standen die parteiinterne Organisation und die Nominationen für die kommenden Wahlen.

Um über die eigenen Strukturen und die Zukunft nachzudenken, hat sich der Vorstand der Ortspartei im letzten Jahr zu einer Klausurtagung getroffen. Dies berichteten die Co-Präsidenten Pascal Walter und Gaudenz Oetterli an der Generalversammlung. Konkret wurden Ressorts definiert und effizientere Abläufe diskutiert. Laut Walter ist dieser Prozess noch nicht abgeschlossen.

Gemeinderätin Barbara Streit-Kofmel blickte zurück auf das vergangene Gemeinderatsjahr und die Arbeit in der Fraktion. «Wir haben ein intensives Politjahr mit befrachteten Fraktionssitzungen und zum Teil langen Gemeinderatssitzungen hinter uns», so die Fraktionschefin. Erfreulich sei, dass viele wichtigen Impulse von jungen, gut vernetzten Fraktionsmitgliedern ausgingen. Dies treffe insbesondere auf die Jugend- und Sportkommission zu.

«Da wir immer gut über die Bedürfnisse auf den Sportanlagen im Mittleren Brühl informiert sind, konnten wir endlich auch bewirken, dass die nötigen Gelder für die Erneuerung der Infrastruktur bereitgestellt werden», nannte Barbara Streit ein Beispiel.

Nach zunächst kontroversen Diskussionen habe sich die Fraktion auch für die Verlängerung der Quartierarbeit in der Weststadt ausgesprochen. Dies in der Hoffnung, dass sich das Weststadtquartier mit der geplanten Überbauung im Weitblick Nord bevölkerungsmässig gut entwickle und familienfreundlich umgesetzt werde.

Nicht nur Fusionsfreunde

«Ein wichtiges Geschäft, das uns beschäftigt hat, ist die Fusionsvorlage», leitete die Fraktionschefin über zu einem weiteren brennenden Thema. «Es gibt in unserer Fraktion offen gestanden nicht nur Anhänger einer Fusion», machte sie auf die kontroversen Diskussionen aufmerksam und zeigte sich erleichtert, dass man sich «wenigstens zu einer gemeinsamen Stellungnahme durchringen konnte». Barbara Streit ist überzeugt, dass die CVP-Fraktion sachbezogen und lösungsorientiert arbeitet und eine wichtige Scharnierfunktion innerhalb der Parteien einnimmt.

Das Schlusswort hatten Ständerat Pirmin Bischof und Nationalrat Stefan Müller-Altermatt, die beim Endspurt vor den Wahlen mit allen Mitteln versuchen, die Gunst der Wähler auf sich zu ziehen. Während Müller ein «unglaubliches» Potenzial bei den sozialen Medien sieht und durch Web-Auftritte versucht, an die Wähler zu gelangen, begibt sich Bischof nach eigenen Aussagen auf Werbetour oder schreibt seine potenziellen Wähler persönlich an.

«Wir stehen vor historischen Wahlen, und es ist nicht egal, wer in Bundesbern Sitze besetzt», spornte Bischof die nominierten CVP-Mitglieder an, ihr Bestes zu geben, umso mehr als es um den Verlust des siebten Nationalratssitzes gehe.

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