Blaskapelle Konkordia Solothurn
Glänzendes Abschluss-Konzert zum 125-Jahr-Jubiläum

Mit einem abwechslungsreichen Konzert beendete die Blaskapelle Konkordia Solothurn die Feierlichkeiten zum 125-Jahr-Jubiläum. Sie wetteiferte in voller Eintracht mit den Bechburgmusikanten aus Oensingen und der Langnauer «Bouele Musig».

Mark A. Herzig
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Blaskapelle Konkordia Solothurn
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Die Blaskapelle Konkordia Solothurn bei ihrem Konzert am letzten Samstagabend.
Die Blaskapelle Konkordia Solothurn bei ihrem Konzert am letzten Samstagabend.

Blaskapelle Konkordia Solothurn

Ueli Schaad

Die Concordia, 1889 als Blechmusik gegründet, wurde bald zur Stadtmusik Konkordia und 1908 zu einer Harmoniemusik. Seit drei Jahren tritt sie als Blaskapelle auf. Sie hat so manche kirchliche Feier begleitet und mitgestaltet, zuletzt ihren Jubiläumsgottesdienst. Stadtpfarrer Niklas Raggenbass stellte in seiner Festrede die einzelnen Instrumente, ihre Eigenarten und ihr Zusammenwirken im Ganzen vor. Mit Herz und in Eintracht – Con Cordia – müsse dies geschehen. Und: «Jeder Mensch hat etwas von einem Instrument.»

Der Solothurner Regierungsrat Roland Heim, seinerzeit Marschtrommler der Konkordia, betonte in seiner Grussbotschaft, wie wichtig auch heute noch gemeinsames Erarbeiten und Erleben in der Musik seien. Auch und gerade, weil sich die Freizeitgestaltung vieler Menschen wesentlich verändert habe, möge die Konkordia als Vorbild bestehen bleiben.

Die Liebhaberinnen und Liebhaber böhmisch-mährischer Klänge waren der Einladung zum Jubiläumsanlass gefolgt. Sie wurden mit Georg Schorsch’s Polka «Grüss Gott ihr Freunde» willkommen geheissen. Ihr folgten unter anderem Glocken- und Ellwangenpolkas sowie Bert Kämpfers «Blue Spanish Eyes».

Dirigentenwechsel

Im Juli hatte Franz Rufer die Leitung der Blaskapelle übernommen, möchte aber lieber selber mitspielen. Deshalb übergab er die musikalische Leitung feierlich an Peter Baumann; dieser sorgt nun dafür, dass der «Böhmische Traum», so der Titel der letzten Nummer aus dem Konzertteil der Konkordia, weiter geträumt werden kann. Mit den Zugaben «Geburtstagsmarsch» und «Kuschelpolka» fand die eigentliche Jubiläumsfeier ihr Ende.

Was dann folgte, war Blaskapellenmusik auf höchster Stufe. Den Vergleich eröffneten die Bechburgmusikanten aus Oensingen unter der Leitung von Othmar Walser. Ihr Repertoire umfasst nebst böhmischen und mährischen auch Stücke aus dem süddeutschen Raum und der Schweiz. Sie wollen Zuhörern wie sich selbst Freude bereiten unter dem Motto: Gemütlichkeit bei Blasmusik. Dies wurde ist voll und ganz gelungen.

Langnauer begeisterten

Den krönenden Abschluss bot die «Bouele Musig» aus Langnau. Den Namen gaben ihr die Gründer, die in einer Baumwollfabrik arbeiteten. Zwei Mellophone fallen in der Besetzung auf, eher selten gespielte Instrumente. Sie sind mit dem Waldhorn verwandt, ihr Schalltrichter zeigt jedoch nach vorn. «Die Bouele Musig nimmt in Anspruch, etwas anders zu sein.» Damit kam sie bei den Zuhörenden bestens an. Was die 13 Musizierenden unter der Leitung von Martin Gerber im böhmisch-mährischen Stil und weit darüber hinaus musikalisch und optisch boten – sie bleiben nie lange sitzen, gehen in den Saal, gruppieren sich immer wieder neu –, begeisterte das Publikum.

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