Solothurner Biertage
Gestern habe ich 13 verschiedene Biere getrunken – und weiss nur noch von 7

Ich erlebe gerade den Kater meines Lebens. Und Schuld daran sind die Solothurner Biertage.

Maria Brehmer
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Maria Brehmer

Dass ich heute etwas Mühe haben würde, aus dem Bett zu kommen, davon war ich überzeugt – schliesslich geht man ja auch nicht an die Solothurner Biertage, um ein Coke Zero zu trinken. Dass ich jedoch erst dreieinhalb Stunden nach dem Wecker aufwache, mit heftigsten Kopfschmerzen, den Socken noch an den Füssen und dem Make-up noch im Gesicht, das habe ich dann doch nicht erwartet.

Aber bitte mit Stil!

Ich mag Bier, sehr sogar. Der ganze Hype ums Bierbrauen erschloss sich mir bis anhin jedoch nicht. Mir reicht es, eine helle Stange bestellen zu können, ich muss nichts wissen von Ober- und Untergärung, Indian Pale Ale oder Pfirsich-Hopfen. Bier trinken ja – aber bitte mit Stil!

Die 50 Schweizer Mini- und Makrobrauereien, die ihre Biere anlässlich der Solothurner Biertage jeweils in der Reithalle feilbieten, haben sich aber genau darauf spezialisiert – und so sprudeln saure, goldene, parfümierte und starke Biere aus den Zapfhahnen, heissen Schokoladen-Stout oder Feen-Bier und lassen den Otto-Normal-Feierabendbier-Trinker staunen ob so viel Kreativität.

Nun gut, so wollte ich also testen ob mir das schmeckt.

Und das tat es.

Nach sieben Bieren hörte ich auf zu zählen

Mein erstes Bier an diesen nicht nur in Solothurn schon legendären Biertagen (dieses Jahr findet bereits die 15. Ausgabe statt) entschied über den Verlauf des Abends. Das «Chopfab» aus Winterthur schmeckte fruchtig und herb. Köstlich! Ein zweites folgte sogleich, ein Bergamotten-Amber-Bier der «Officina della Birra» aus dem Tessin. Ich liebe es! Die mit Perücken verkleideten, ausschliesslich Italienisch redenden Herren hinter dem Tresen waren sichtlich erfreut anlässlich des unübersehbaren Genusses einer jungen Frau, die gerade die Brauereikunst entdeckte.

Mmmh, fein: Mein Lieblingsbier des Abends war ein tessiner Amber, mit Bergamotte parfümiert.

Mmmh, fein: Mein Lieblingsbier des Abends war ein tessiner Amber, mit Bergamotte parfümiert.

Solothurner Zeitung

Die Stimmung stieg mit fortschreitendem Abend – nicht nur bei mir. Sämtliche lokale A-Prominenz, Nationalräte, Chefredaktoren, Gewerbler und andere stadtbekannte Gesichter taten sich am exklusiven Gerstensaft gütlich. Das hat «gfägt»! Auch, dass ich auf der Damentoilette kein einziges Mal anstehen musste – die Publikumsschar bestand schätzungsweise zu 90 Prozent aus Männern.

Am Schluss des Abends waren es 13 wunderschöne, kühle Biere, die ich mir gönnte. Das weiss ich, weil meine nette Begleitung sie zählte. Dass ich mich nur noch an sieben von ihnen erinnern kann, ist schade. Dass ich heute leide, nicht. Denn jetzt weiss ich: Die Solothurner Biertage machen Spass.

Eröffnung Biertage Solothurn
19 Bilder
Das Zapfhahnen-Defilee in der Reithalle.
Der Zapfhahnen funktioniert.
Sie stossen auf den Feierabend an.
Die beiden Öufi-Bardamen Maya und Conny sind parat.
Öufi-Chef Alex Künzle freut sich sichtlich auf sein Fest.
Die Gästeschar an der Eröffnung
Werbung muss sein...
Organisator Alex Künzle und Eröffnungsredner Jens Wacholz stossen auf die Biertage an.
Nationalrat Christian Imark und Alex Künzle in Bierlaune
Chrigu Fluri und Chris Rölli stossen auf die Biertage an.
Vom Regen in die Biertraufe...
Hier gibts Walliser Bier.
Die Walliser Gäste sind schon gut drauf.
Er geniesst sein Margarita Bier mit Tequila und Limone.
Was es nicht alles gibt..
Auch für den Magen ist gesorgt.
Kartoffelsalat wird gebraucht...

Eröffnung Biertage Solothurn

Wolfgang Wagmann

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