Solothurn

Genossenschaft Baseltor übernimmt ehemaliges «Gallo Nero» am Märetplatz

Hier am Märetplatz soll ein neues Restaurant eröffnet werden. (Archivbild)

Hier am Märetplatz soll ein neues Restaurant eröffnet werden. (Archivbild)

Die Genossenschaft Baseltor plant auch mit den aktuellen Herausforderungen rund um Covid-19 langfristig. So wird sie im nächsten Frühjahr das Restaurant Gallo Nero oder frühere Bistraito am Märetplatz in Solothurn übernehmen.

Seit über 40 Jahren setzt die Genossenschaft Baseltor Solothurn gastronomische und kulturelle Akzente in Solothurn und hat sich mit ihren Betrieben Baseltor, Solheure, Salzhaus und La Couronne einen Namen weit über die Stadtgrenze hinweg gemacht. Der Betrieb Baseltor wurde von der Genossenschaft gekauft, wohingegen sie in den anderen Lokalitäten eingemietet ist.

Anfang September hat sich die Genossenschaft entschieden, sich zu erweitern. Das «Gallo Nero» oder vormalige «Bistraito» wird als Pachtobjekt ins Portfolio übernommen. «In einem schönen Altstadthaus an bester Lage in Solothurn ein passendes Angebot zu kreieren, das ist Teil der Philosophie, welche die Genossenschaft Baseltor seit Jahren erfolgreich verfolgt», erklärt Martin Volkart, Delegierter der Genossenschaft Baseltor. «Damit kann erneut ein Beitrag an die Entwicklung und das Leben in der Stadt geleistet werden. Zudem haben wir die Übernahme des Restaurants unabhängig von Corona entschieden, da wir langfristig planen und an die Stadt Solothurn sowie den Standort glauben.» 

Per Ende Februar 2020 hatte der ehemalige Pächter Chris van den Broeke das «Gallo Nero» mangels Rentabilität aufgegeben. Das Haus wurde an die Solothurnische Immobilienverwaltung SIV von Urs Rudolf verkauft. Im Rahmen der Sanierung der Liegenschaft suchten die neuen Eigentümern für das stadtbekannte Restaurant eine neue, passende gastronomische Nutzung und haben sich für die Genossenschaft Baseltor als Pächterin entschieden.

Aussenplatz bleibt Zentrum

Wie das Restaurant aufgebaut wird, kann Volkart im Moment noch nicht sagen. «Was jedoch klar ist, dass der Aussenraum weiterhin das Zentrum bleiben soll.» Zurzeit sei ein internes Projektteam an der Erarbeitung eines «stimmigen, nachhaltigen Konzeptes» für den neuen Standort. Geplant sei im zukünftigen, kleinsten Betrieb des Unternehmens die bisherigen Nutzungen als Take-Away und Sommer-Treffpunkt mit neuen Ideen und Qualität im Angebot. «Es ist kein richtiges Restaurant mit Küche und Lagerraum und daher wird es auch eher kleineres zum Essen geben».

Wie das Restaurant benannt werde, sei noch unklar. «Wir werden die Welt jedoch nicht neu erfinden». Der Name werde entsprechend dem Haus und Konzept gewählt.

Ein Termin für die Eröffnung steht noch nicht fest, da die Liegenschaft im Moment totalsaniert wird. «Wenn möglich, wollen wir im Frühsommer bereit sein», so Volkart. 

Erfreulicher Umsatz während Corona

Weitere Übernahmen seien von der Genossenschaft Baseltor im Moment nicht geplant. «In den letzten Monaten war auch unser Geschäft geprägt von den Einflüssen rund um Covid-19», wie Volkart mitteilt.

Nach dem Lockdown in der Schweiz hätten die Betriebe in Solothurn im Sommer vom Trend «Ferien in der Schweiz» sowie von den vielen Velotouristen und Besuchern aus der Romandie profitiert. Daher habe die Genossenschaft trotz dem Wegfall von Geschäftstourismus und grösseren Einbussen bei Seminaren und Anlässen «erfreuliche Umsätze» erreichen können. (hol)

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