Solothurn/Olten
Gefälschte 100er-Noten am Märetfescht in Umlauf gebracht

Im Kanton Solothurn befindet sich Falschgeld im Umlauf. Bis jetzt sind drei Vorfälle in Solothurn und einer in Olten bekannt. Der Kantonale Gewerbeverband mahnt zur Vorsicht.

Noelle Karpf
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Eine der gefälschten 100er-Noten wurde am Samstag von der Suteria während dem Zählen entdeckt.

Eine der gefälschten 100er-Noten wurde am Samstag von der Suteria während dem Zählen entdeckt.

Keystone

Der Kantonale Gewerbeverband informierte seine Mitglieder am Dienstag darüber, dass sich Falschgeld im Umlauf befindet. Gemeldet wurden drei Vorfälle in Solothurn und einer in Olten.

Thomas Kummer, Mediensprecher der Kantonspolizei Solothurn, bestätigt die Meldung. «Bis jetzt geht es vor allem um gefälschte Hunderternoten». Bei der Summe handelt es sich laut Polizei um einige 100 Franken.

Die Kantonspolizei geht davon aus, dass das Falschgeld am Märetfescht in den Umlauf gekommen ist. Denn das Geld wurde an den Ständen in der Altstadt nicht auf Echtheit überprüft. «Normalerweise gibt es in den Einkaufsläden Apparate, mit denen Noten durchleuchtet werden, um Falschgeld zu erkennen - solche Vorrichtungen gab es am Märetfescht nicht», sagt Kummer.

Erst beim Abrechnen entdeckt

Eines der betroffenen Geschäfte ist die «Suteria». Auch die Confiserie verfügte an ihrem Stand über keine Prüfgeräte, wie Geschäftsführer Michael Brüderli auf Anfrage berichtet. «Am Freitagabend wurde am Märetfescht eine gefälschte Hunderternote von der Suteria eingenommen.»

Bemerkt wurde die Fälschung erst am Samstag, als abgerechnet wurde. Die Note fühlte sich laut Brüderli anders an als das restliche Geld. Im ganzen Rummel vom Freitagabend sei das nicht aufgefallen, «und man rechnet auch nicht mit so etwas am Märetfescht», so der Geschäftsführer. Als die Fälschung entdeckt worden war, wurde sofort die Polizei verständigt.

Die Kantonspolizei kann vorerst nichts unternehmen. Solange nichts Konkreteres vorliegt, zählen die Ereignisse zu den Falschgeldmitteilungen, die für die Kantonspolizei beinahe etwas Alltägliches sind.

Laut Polizei liegt es nun am Kantonalen Gewerbeverband die Geschäftsführer auf dem Laufenden zu halten und zu besonderer Vorsicht zu mahnen. Der Kantonale Gewerbeverband wird nach der Meldung an seine Mitglieder aber keine weiteren Aktionen durchführen, wie Priska Gasche, Stellvertretende Geschäftsführerin, auf Anfrage sagt.