Aufregung bei Hafebar-«Gründervater» Bruno Walter: Die von ihm 2001 lancierte Sommerbar am Kreuzackerquai ist auf dem neuen Gastrozonen-Plan der Stadt im wahrsten Sinne des Wortes ein weisser Fleck. Sie wäre also weder in der privilegierten Gastrozone A noch in der Gastrozone B angesiedelt – was den Vorstadt-Architekten zur bangen Frage veranlasste: «Muss die Hafebar nun künftig um 22 Uhr schliessen?» Die Frage lag ihm am Klubgespräch zur Gastrozone vom Montagabend auf der Zunge, doch er stellte sie nicht, «weil man ja nicht über einzelne Betriebe reden wollte». Doch genau dieses Thema hatte Gemeinderätin Franziska Roth angezogen: In der weissen Wohnzone liegen Quartierrestaurants wie der «Sternen» oder das «L’Industrie», und diese müssten laut dem als Entwurf vorliegenden Gastrozonen-Plan draussen um 22 Uhr dichtmachen.

Nicht aber die Hafebar, wie der ehemalige Leiter des Rechts- und Personaldienstes Gaston Barth als «Macher» der Gastrozonen auf Anfrage bestätigt. «Ein Regimewechsel in der Hafebar ist keineswegs beabsichtigt.» Sei doch diese ein Sonderfall, weil sie als Saisonbetrieb in einer Freihaltezone des Kreuzackerparks liegt, die so gar nicht in die Gastrozone einbezogen werden kann. Die Öffnungszeiten bis gegen Mitternacht regelt ein Konzessionsvertrag, der speziell für die damalige Platzierung der Hafebar auf öffentlichem Grund und Boden erarbeitet und genehmigt worden war. Verkürzen könnten also die Öffnungszeiten der vom Restaurant Vini betriebenen Bar zwischen April und September eher ein neues EU-Regime mit «ewiger Winterzeit» als planerische Absichten der Stadt. (ww)