Im Rahmen dieser schweizweiten Jugendkampagne widmeten sich schliesslich die Pfadi-Abteilungen St. Urs, Weissenstein und PASS (Pfadiabteilung Stadt Solothurn) der Frage, welche Angebote und Ecken in Solothurn gerade für die Jugend besonders attraktiv sein könnten.

Es entstand der «Stadtführer von Jugendlichen für Jugendliche», der seit diesem Sommer nun auch in druckfrischer Form vorliegt. Wie N’Guyen ausführt, sei 2007 im Rahmen von «72 Stunden» bereits ein Stadtführer von Kindern für Kinder erschienen: «Die vorliegende Broschüre ist somit das Nachfolgeprojekt», erklärt Anouk N’Guyen weiter.

«Uns sind immer wieder Stimmen zu Ohren gekommen, es gäbe für Jugendliche in Solothurn zu wenig», erinnert sich Samuel Allemann: «Aus unserer Sicht stimmt das nicht. Es liegt wohl eher daran, dass die Jugendliche diese Angebote einfach zu wenig kennen.»

Sie haben Solothurn durchleuchtet

Genau diesem Umstand soll nun der «Stadtführer von Jugendlichen für Jugendliche» Abhilfe schaffen. Bereits an den Literaturtagen wurde das Heft im Umfang von 48 Seiten vorgestellt. Ausserdem liegt es auch im Tourist Office der Region Solothurn auf. Der Stadtführer richtet sich an eine Zielgruppe von 13 bis 18 Jahren.

Im selben Alter sind übrigens auch die Autoren des Werks: So hat ein gutes Dutzend Jugendlicher «Pfade» in der Stadt gesucht und gefunden.

Mit Schreibblock und Fotokamera ausgerüstet, besuchten sie Plätze, Imbissbuden, Museen, Bars und was in der Stadt sonst alles noch sehens- oder besuchswürdig ist und bewerteten das Angebot. Anouk N’Guyen steuerte quasi als Mentorin ihre eigene journalistische Erfahrung bei, Samuel Allemann sein grafisches Flair, um die zusammengetragenen Stadttipps optische in ihre Heftform zu giessen.

Finanziert wurde der Stadtführer teilweise durch einen Flohmarkt, der von ebenso fleissigen Helfern anlässlich der «72 Stunden»-Aktion durchgeführt worden war. «Es ist schön, etwas in der Gruppe zu schaffen und jetzt das Endprodukt in den Händen zu halten», sagt N’Guyen nicht ohne Stolz.

Von Kathedrale bis Aaremürli

Der Stadtführer nimmt die Sehenswürdigkeiten von St.-Ursen-Kathedrale bis zum Aaremürli ins Visier, weiter die Kinos und Theater sowie die Museen.

Ebenfalls grosszügige Erwähnung finden die Verpflegungsmöglichkeiten und Bars der Stadt. Ebenso wenig vergessen wurden die sportlichen Aktivitäten oder die Einkaufsgelegenheiten. Auch eine Auflistung der grossen Jahresanlässe von der Fasnacht bis zu den Bike Days fehlt nicht.

Dabei beliessen es die jugendlichen Autoren nicht mit einem blossen Beschrieb und einer Wegbeschreibung. Sie bewerteten die Angebote nicht nur nach Kriterien wie Sauberkeit, Service und Ambiente, sondern altersgerecht auch nach Faktoren wie «Fun» oder «Chill» (Erholungspotenzial) und – was natürlich nicht fehlen darf – nach Flirt- und Romantik-Faktor.