Die dezenten und gleichzeitig in frischer Buntheit gehaltenen Farben in den Bildern von Rose-Marie Möschinger verbreiten eine sonnig leuchtende Fröhlichkeit, welche den Betrachter unmittelbar ergreift. Wesentlich erscheint dabei auf den Bildern in Acryl, Pigmente und Tuschedas vielfach vorherrschende Himmelblau. Zudem wähnt sich jener im Augenblick vor spontan gesetzten Aquarellen. Das Gegenteil ist der Fall. Langwierige, sehr differenzierte Prozesse verbergen sich hinter den Arbeiten der Künstlerin, wie sie sie selber beschreibt: Zunächst werden erste Striche auf der weissen Leinwand sichtbar.

Mit hauchdünnen Schichten auf Schicht beginnt die Gestaltung. Im Wechsel der Farbklänge werden Grenzen ausgelotet sowie im Suchen des Ausdrucks Leichtigkeit und Tiefe ausgewogen. Daraus zweigt eine weitere gegensätzliche eher düstere Stilrichtung ab: Spontane und lange Prozesse wechseln sich stetig ab. Schwarz und Grau sind in einzelnen Exponaten vorherrschend vertreten. 1947 in Wittinsburg geboren, bildete sich Rose-Marie Möschinger an der KG Basel. Nach Studienaufenthalten in Neuchâtel und England folgte eine Ausbildung zur Homöopathin. Darauf begann sie 2002 mit der abstrakten Malerei.

Mit dem Leitmotiv Natur und «mes jardins» vermittelt Claire Pagni, Neuchâtel, mit ihren Arbeiten (Tinten/Druck) eine in sich geschlossene Atmosphäre der Jahreszeiten in einem gehaltvollen fernöstlich angesiedelten Stil, der sich nach einem vielfältigen Werdegang herausgebildet hat. Aufgewachsen in Neuchâtel, stand Zeichnen von Anfang an im Vordergrund. Zögernd pendelte sie zwischen einer Ausbildung an den Beaux Arts und Pädagogik am Institut Rousseau in Genf, wo sie sich schliesslich zur Erzieherin ausbildete.

Auf ihren Studienreisen von Italien, den USA bis China entwickelte Claire Pagni ihre künstlerischen Fähigkeiten, die sich in den heutigen Arbeiten spiegeln. Das Zeichnen bleibt stets Ausgangspunkt ihrer malerischen Arbeiten – jahrelang nur schwarzweiss. Selbst in ihren malerischen Arbeiten setzt sie erste Pinsel- und Federstriche in schwarzer Tusche auf papier de Chine. In einem eigens entwickelten Druckverfahren malt die Künstlerin ausgewählte farbige Tuschen auf ein Holzbrett, um sie der Reihe nach von Hand gerieben abzuklatschen. So komponierte Hochformate bewirken durch das vordergründig dunkle «Blattwerk» eine phänomenale Transparenz und Farbperspektive.

Freestyle-Kalligrafie

Seit jeher fasziniert von Schriften kreierte die Keramikerin Anita Furrer im Jahr 2000 erste Arbeiten der Produkteserie «scritura» als kugelförmige dunkelbraune Gefässe in Steinzeugton mit geritztem oder gemaltem Schriftdekor in Freestyle-Kalligrafie in der Aufglasur- und Engobetechnik. 1952 geboren und aufgewachsen in Altdorf, studierte sie an der KGB Basel. Nach Reisen durch verschiedene Länder absolvierte Anita Furrer eine Keramikerlehre an der SFG Bern. Nach sechs Jahren mit eigenem Atelier in Zofingen AG folgten Lehr- und Wanderjahre in verschiedenen Töpfereien in Deutschland, Skandinavien, Australien und Neuseeland. Seit 1990 betreibt sie ihr eigenes Atelier in Brunnen.

Mittwoch/Freitag 14.30 bis 17 Uhr, Donnerstag 15 bis 18 Uhr, Samstag-Apéro: 23. Mai, 11 Uhr. Finissage: 30. Mai, 11 bis 16 Uhr.