Solothurn
Fussball-Fans haben beim Public Viewing die Qual der Wahl

Dem EM-Fieber steht nichts mehr im Weg, denn an Möglichkeiten fürs Public Viewing mangelt es in der Stadt Solothurn auch diesmal nicht.

Wolfgang Wagmann und Andreas Kaufmann
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Solothurn ist und bleibt ein Eldorado fürs Public Viewing an grossen Fussballfesten. Was mit der riesigen UBS-Arena vor dem Baseltor an der Heim-Euro 08 angefangen hatte, setzt sich nun in der Reithalle und auf dem Dornacherplatz fort. Im Gegensatz zur WM 2014 ist damit ein grosser Player weniger aktiv. Doch neben den zwei grossen Arenen gibts Nischenangebote.

Warum nicht mit Fussballkenner Peter Bichsel in der Hafebar «am Meer» über einen Match diskutieren? «Wenn Nachmittagsspiele anstehen, öffnen wir auch die Hafebar früher», erklärt dazu Rolf Schöb von der «Vini»-Geschäftsleitung. «Fussball-angefressen» ist «Öufi»-Inhaber Alex Künzle. So rüstet er nebst der Beiz auch den Biergarten und den neuen Partyraum mit Grossbildschirmen auf – die Bierauswahl ist natürlich absolut EM-tauglich.

Wer nicht nur auf irischen, walisischen und englischen Football steht, sondern auch auf dortGebrautes, dürfte im neuen Pub Red John am Landhausquai gut aufgehoben sein. Das Kofmehl zeigt nur die Schweizer Spiele (auch solche nach der Vorrunde?), und wie immer werden Fussball-Fans im «Solheure» rundum versorgt - in der Bar ebenso wie im Uferbau. Nur draussen an der Aare bleibt das In-Lokal «fussballfreie Zone». Vielleicht ganz gut zu wissen. (ww)

«So geht Fussball» in der Reithalle

Eiffeltürme, fast mannshoch, stehen überall, die Farben der Trikolore, Rot, weiss, blau dominieren bei Teppich und Mobiliar – der rührige Event-Organisator Harri Kunz und sein «Copain» Markus Wälti (Powerhouse AG) haben alles unternommen, um in und hinter der Reithalle eine Ambiance française zu schaffen. «Wir haben hier ›Figgi und Müli› - wenn es schön ist, sind wir draussen, wenn nicht eben drinnen», verweist Kunz auf ein Problem, das für alle Public-Viewing-Veranstalter eins werden könnte: das labile Juni-Wetter.

Bienvenue à tous.
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Finale Arbeiten für Markus Wälti.
Auf gehts.
Dunkle Wolken am Fussballhimmel.
Sie sind für die Fans unverzichtbar - die Grossleinwände.
Wie hoch hängen die Bälle für die Schweiz?
So geht Fussball.
Ambiance française.
Fest der Eiffeltürme mit Kim und Murphy Haldemann sowie Gaby Emch.
Pascal Bosshart justiert seine Flipperkasten.
Fussball zum Zeitvertreib.
Letzter Schliff für den Aussenplatz.
Markus Wälti und Harri Kunz freuen sich auf viele EM-Goals.
Harri Kunz weiss wie Fussball geht.
Maskottchen muss sein.
Dast so rund wie ein Fussball - der Muttiturm auf der Schanze.

Bienvenue à tous.

Wolfgang Wagmann

Neben fünf Grossleinwänden in der Halle und entsprechenden Möglichkeiten draussen locken Töggeli- und Flipperkästen, eine Riesenhüpfburg für Kinder und ein Mini-Fussballplatz, umgeben vom reich bepflanzten «Parc de Victoire». «Wir stehen eher für ein gesellschaftliches Ereignis im familiären Rahmen», sieht Kunz «So geht Fussball» nicht nur als Angebot für den «vergifteten« Fussballfan» an. Gut gebucht sind auch schon Firmenanlässe, «und das Albanien-Spiel am Samstag ist bereits ausverkauft.» Unter der Woche ist die Reithalle bis Mitternacht geöffnet, am Wochenende bis 2 Uhr. «Aber Partybetrieb machen wir nicht mehr, das hat sich nicht bewährt. Dafür gibts am Finaltag ein Petanque-Volksturnier.» Harri Kunz hofft, dass kein Terror in Frankreich die EM-Laune trübt. Fürs Albanienspiel ist er eher skeptisch: «Das gibt ein 0:0». (ww)

Plätze: 470 Sitzplätze innen, 300 aussen, je 500 Stehplätze.
Eintritt: 10 Franken (5 davon Getränkegutschein.
Food: Französische Spezialitäten von Sebi, Pulled Pork, Bratwurst.
Infos:.www.so-geht-fussball.ch

Volksfest in der «Dornacherkurve» ist unter Dach und Fach

Der Vorverkauf zieht an, seitdem man unsere Kuppel sieht», stellt Umberto Monopoli vom Beachstyle-Dome fest. Und mit dem Radio-32-Jubiläum am Wochenende konnten er und seine Mitstreiter «Frizz» von Burg und Pippo Palermo den Faktor Stadionambiente erstmals messen: «Da wurden ungeachtet des Regens Sandburgen gebaut, während Konzerte stattfanden. Der Platz lebt», so Monopoli. «Die Besucherschar von Jung bis Alt hat den Anlass schon vor zwei Jahren zum Volksfest gemacht.» Das Kuppeldach, das zu einem hohen fünfstelligen Betrag gemietet wurde, verlangt aber ein «sportliches Ziel» ab, was die Finanzen angeht. «Dafür spielt das Wetter keine Rolle mehr.»

Public Viewing auf dem Dornacherplatz
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Noch sind die Plätze unbesetzt – aber nicht mehr lange.
Im Public-Viewing-Dom herrscht bereits Sommerstimmung.

Public Viewing auf dem Dornacherplatz

Andreas Kaufmann

Bereits morgen Freitag startet Beachstyle mit einer Eröffnungsparty. Neben den Spielen auf der 28-Quadratmeter-Leinwand werden Bands, DJs und andere Akteure für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sorgen. Gerade die Plätze für die Business- und die VIP-Tribüne sind im Vorverkauf gut angelaufen, was sich bei teilweise schon ausverkauften Viertelfinal-Matchs sowie beim Finale bemerkbar macht. Auch setzt das Dreierteam auf eine Zusammenarbeit mit Firmen und Partnern und bietet in diesem Kontext diverse Pakete an. Monopoli rechnet übrigens damit, dass die Schweizer Nati Albanien mit 2:1 besiegt. (ak)

Plätze: 500 Sitzplätze, 100 Liegestühle, 70 Business- und 50 VIP-Plätze. Total auf dem Areal: 2000.Eintritt: 6 Franken; Tickets gibts auch immer an der Abendkasse.
Food: Kulinarisches von Gastronomen aus der Region
Infos: www.beachstyle.ch