Firmenjubiläum
Für die Gurtner AG gilt: Aller guten Dinge sind drei

Drei Generationen, drei Standorte seit dreimal 20 Jahren in Solothurn – das Sanitär- und Heizungsunternehmen Gurtner AG hatte allen Grund, ein grösseres Fest zu feiern.

Wolfgang Wagmann
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Gurtner Solothurn
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 Talk-Runde der drei Gurtners, geleitet durch Moderator Christoph Rölli.
 Die Familie und das Personal werden durch Martin Gurtner gewürdigt.

Gurtner Solothurn

Wolfgang Wagmann

«Ja es war am 1. Mai 1959, genau an diesem Tag», erinnert sich Seniorchefin Rosmarie Gurtner. Die «Frau der ersten Stunde» sah mit ihrem Mann die Anfänge an der Bielstrasse 16, die Züglete an die Krummtrumstrasse 1983, aber auch den Bezug der neuen grosszügigen Geschäftsräume im Grabacker 2011. Räume, die sich die 60-jährig gewordene Gurtner AG mit ihrem wichtigen Zulieferer, der Engel AG, und der Mobilia AG in der Nachbarschaft teilt. «Damit haben wir alles, was wir brauchen. Vor allem sind wir verkehrsmässig bestens erschlossen», meinte Martin Gurtner vor einer grossen Gästeschar.

Nächste Generation steht bereit

Als er 1990 die Geschäftsführung von den Eltern übernahm, habe er zu seiner Mutter gesagt: «Du kannst so lange arbeiten, wie Du willst.» Dass es aber so lange sein würde, habe er nicht gedacht, bekannte Martin Gurtner in einer humorvollen Talk-Runde. Mutter Rosmarie darauf schlagfertig: «Ich komme ja nur noch am Freitag ins Büro.»

Wichtig für den Fortbestand ist jedoch der Dritte in der Runde: Martins Neffe Reto Gurtner ist als Stellvertreter in die Geschäftsführung eingestiegen. Er wird laut Martin Gurtner in einigen Jahren seine Position einnehmen und sich vor allem auch der Herausforderung einer zunehmenden Digitalisierung auch im Sanitär- und Heizungsfach stellen.

«Wir beschäftigen nur ausgebildete Fachleute und keine Temporär-Kräfte», blickte Martin Gurtner stolz und dankbar auf sein 27-köpfiges Team mit vier Lernenden. Nebst modernstem Gerät setzt der Geschäftsführer auf das firmeneigene Knowhow: «Bei uns ist noch nie ein Lehrling durchgefallen», verweist Gurtner auch auf hausinterne Zusatzausbildung an Samstagen.

Mahnung des Stadtpräsidenten

Zum reichhaltigen Jubiläumsprogramm mit Improvisations-Theater und einem «Mini-Streetfood-Festival» auf dem Aussenareal gehörte auch eine Ansprache von Kurt Fluri – der sich sichtlich freute, am 1. Mai auch einmal eine solche halten zu dürfen. Pointiert ging er auf die aus seiner Sicht überrissenen Parolen von links am Tag der Arbeit ein, auch wenn Kritik an Boni-Auswüchsen durchaus gerechtfertigt sei. «Aber die Schweiz gehört zu den wenigen Ländern, wo der Mittelstand nicht schrumpft», hielt er auch im Hinblick auf das funktionierende KMU Gurtner AG fest. Zu dessen Verkehrssituation an der oft überstrapazierten Westumfahrung erklärte Fluri, Kapazitätssteigerungen seien politisch nicht machbar, aber man arbeite an Verbesserungen von öV und Langsamverkehr, womit unnötige Autofahrten verringert werden könnten. Sein Fazit: «Wem meine Rede nicht passt, hält sich an die Kernkompetenz der Gurtner AG: Spüele!