Rapper Pato bringt demnächst sein zweites Album heraus. Auf die 2016 erschienene Platte «Es Stück vom Chueche» folgt nun «Mise en place». Das sind keineswegs einfach aus der Luft gegriffene Albentitel, Pato hat sich dabei einiges überlegt – wie auch bei seinem Künstlernamen. «‹Pato› ist spanisch für ‹Ente›», beginnt der junge Rapper seine Erklärung. «Eine langjährige Freundin von mir hat einen peruanischen Vater. Und bei der Familie zu Hause gab es oft ein Gericht mit Ente. Ich mochte es besonders gerne, und so hat sich ‹Pato› als mein Spitzname eingebürgert.» Als es dann darum ging, sich einen Künstlernamen anzuschaffen, habe er gedacht, «Pato» passe eigentlich ganz gut.

Das Kochen kann beginnen

In diesem Jahr hat «Pato» – abgesehen von seinem neuen Album – musikalisch einiges geleistet. «Im Januar hatte ich mit meiner Crew einen Auftritt am Kantifest.» Dann habe er am Contest teilgenommen, an dem vier Bands, respektive Musiker eruiert wurden, die auf der Waldbühne am Gurtenfestival spielen durften. «Wir haben es tatsächlich geschafft und standen dann Mitte Juli auf der Waldbühne», erzählt Pato.

Es sei ihm und seiner Crew gelungen, das Publikum abzuholen. «Es war ein spezieller Moment, da zum ersten Mal der Grossteil des Publikums nicht aus Freunden und Bekannten bestand. Deswegen hat es mich besonders gefreut, wie gut und schnell ich eine Verbindung zum Publikum aufbauen konnte.»

Auch an den Solothurner Musiktagen hatte Pato mit seiner Crew einen Auftritt. «Nun, da die vorbei sind, steht der Albumrelease vor der Tür.» «Mise en place» ist der Vorgang, bei dem man den Arbeitsplatz vor dem Kochen einrichtet und alle Zutaten und Utensilien bereitstellt. Aber weshalb benennt man ein Album nach diesem Vorgang? «Ich habe mir Folgendes überlegt: Wenn man neu in der Musikbranche kommt, ist es, wie wenn man in die Küche schleicht und ein Stück vom Kuchen stibitzt. Und nun nachdem wir das erste Album ‹Es Stück vom Chueche› herausgebracht haben, können wir mit dem ‹Mise en place› beginnen.» Für Pato ist die Musikbranche also quasi eine Küche: Man sieht sich um, es folgt das Mise en place, und dann sei man bereit, um mit dem Kochen anzufangen. So taste man sich in die Musikbranche und etabliere sich darin. «Gut möglich, dass mein nächstes Album den Titel eines Gerichts trägt», meint er lachend.

«Wir wollen alles rausholen»

Das neue Album umfasst zwölf Songs. «Im Gegensatz zum ersten Album bin ich beim neuen in jedem Song ich selbst. Für die Songs von ‹Es Stück vom Chueche› bin ich in verschiedene Rollen geschlüpft, das ist nun anders.» Musikalisch und thematisch seien aber die neuen Songs weiterhin vielfältig. Auf die Frage, welcher der neuen Songs denn nun sein liebster sei, antwortet Pato nachdenklich: «Mir gefällt eigentlich jeder sehr gut, aber wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es wohl ‹Stadt i der Nacht›.» Es gehe in diesem Song um eine gemeinsame und kulturell vielfältige Schweiz. Viel mehr soll noch nicht verraten werden.

Die Plattentaufe findet am 16. November um 20 Uhr (Tür) im Kofmehl statt. Auf ein paar Vorgruppen folgt der Auftritt von Pato. «Wir wollen alles rausholen an der Taufe.»