Das heisst aber nicht, dass sie sich bequem zurückgelehnt hätte. «Wir sind da. Jeden Tag und zu jeder Tages- und Nachtzeit», betonte Kommandant Martin Allemann. Zudem galt es neben den Einsätzen neues Personal zu rekrutieren, Aus- und Weiterbildungen zu besuchen, Brandverhütungskurse und Informationsanlässe zur Prävention durchzuführen. Das Budget für 2016 liegt, wie für das vergangene Jahr, bei 1,2 Mio. Franken.

Personalbestand gehalten

Zum Gesamtrapport 2016 mit Rück- und Ausblick konnte Kommandant Martin Allemann nahezu alle der rund 90 Mitglieder seines Feuerwehrkorps begrüssen. Dazu kamen noch Samariterinnen, etliche Vertreter der «alten Garde» sowie die Verkehrsgruppe der Polizei.

Mit Stadtpräsident Kurt Fluri und der Feldbrunner Gemeindepräsidentin Anita Panzer waren Politik und Behörden ebenfalls vertreten.

Die Feuerwehr Solothurn zählte 19 neu Eingeteilte und 22 Austritte. Speziell verabschiedet wurde Korporal Christine Schnetz, die in zehn Jahren 972 Dienststunden geleistet hatte, 262 davon bei Einsätzen.

Auf das neue Jahr hin wurden befördert: Matthias Blochwitz, Lucian Pasula und Simon Wyss zu Gefreiten, Lukas Hofstetter zum Wachtmeister. Glückwünsche entgegennehmen durften auch die Beförderten der Verkehrsgruppe der Stadtpolizei:

Feldweibel Marcel Christ sowie die Korporale Martin Flückiger und Pascal Ruhstaller. Oberleutnant Niklaus Stuber wurde für seine 15-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr Solothurn geehrt.

Zu heftiges Toasten von Brot

Von 86 Korpsangehörigen wurden 185 Kurstage besucht. Für das kommende Jahr ist etwa der gleiche Umfang vorgesehen. Von den 130 Einsätzen, drei davon in Feldbrunnen-St. Niklaus, die im Jahr 2015 731 Einsatzstunden erforderten, gingen mit 77 weit mehr als die Hälfte auf das «Konto Brandmeldeanlagen».

Auslöser dabei waren: Vergessene Kerzen mit ungeeignetem oder keinem Untersatz, staubige Luft, Dämpfe von Lösungsmitteln, Wasserdampf aus Backofen oder zu heftiges Toasten von Brot.

Je ein Wohnungsbrand verzeichnet wurde an der Hauptgasse und an der Wengi- sowie Schänzlistrasse, zudem ein Bürobrand in der Löwengasse; zu deren Bekämpfung mussten je zwei Druckleitungen erstellt werden.

Weiter gab es zwei Fahrzeugbrände und fünf weitere Brände, die Abfalleimer, Geschirrspülmaschinen, einen Gasgrill und Abfallmulden betrafen.

Diverse Elementarereignisse wie Blitzeinschlag, Ast auf der Strasse, verschiedene Keller unter Wasser erforderten sechs Einsätze. Die Ölwehr rückte fünf, die Chemiewehr ein Mal aus, drei Mal wurden Personen aus Liften befreit.

Bessere Prävention

Keine Einsätze hingegen gab es insbesondere in den Gebieten Bahnanlagen, Pionier und Technikeinsatz, Wald- und Flurbrände. Kommandant Martin Allemann sagte mit Blick auf den erfreulichen Trend: «Neue Vorschriften und verstärkte Prävention sowie Information haben zum Sinken der Schadenfälle beigetragen.»

Stadtpräsident Fluri bedankte sich auch im Namen von Anita Panzer bei allen Feuerwehrdienstleistenden für ihre Arbeit. Die Bevölkerung wisse diese zu schätzen und habe grosses Vertrauen. Deshalb werde es auch kaum je Probleme geben, benötigte Kredite bewilligt zu erhalten.