Fischereiverein Solothurn

Für den Fischereiverein gibt es einen neuen Präsidenten und eine Wappenscheibe

Marco Vescovi übergab das Präsidium an David Gerke.

Marco Vescovi übergab das Präsidium an David Gerke.

David Gerke löst Marco Vescovi ab und wird der neue Präsident des Fischereivereins Solothurn. Weiter wurde an der Delegiertenversammlung ein erfolgreiches Jahr und ein aktiver Fischernachwuchs gefeiert.

Der scheidende Präsident des Fischereivereins Solothurn und Umgebung, Marco Vescovi, blickte zurück auf das Jubiläumsjahr 2013: Dieses wurde geprägt von der Feier zum 100-jährigen Bestehen des Vereins, der Durchführung der Schweizer Jungfischermeisterschaft und der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Fischereiverbandes.

«Gerade die Schweizer Jungfischermeisterschaft von Mitte Juni war ein wunderbarer Anlass, es war beeindruckend, was diese jungen Fischer alles wissen und können», erklärte Vescovi.

Bei der Aufzucht sind die Solothurner Fischer auf gutem Weg. «Beim zweimaligen Abfischen des Dürrbachs mit dem Elektrofanggerät - die 5000 als Brut eingesetzten Bachforellen werden nach einigen Monaten wieder abgefischt - landeten 1373 kleine Forellen im Kescher, das sind 27,5 Prozent, also ein grosser Erfolg», meinte Vescovi. Die Forellen wurden in die Emme und in die Dünnern eingesetzt.

Keine Edelfische für die Aare

In die Solothurner Aare werden zurzeit keine Edelfische, also Forellen und Aeschen, ausgesetzt. Es läuft noch immer ein Projekt der Abteilung Jagd und Fischerei des Kantons. «Wir wollen bis Ende 2015 beobachten, wie weit in dieser Gewässerstrecke noch eine natürliche Verlaichung stattfindet», erklärte Marco Vescovi.

Ein grosser Aufwand betreibt der Verein auch bei den Hechten. «Wir setzten mit drei Booten 13 500 junge Hechte in die Aare aus, unser Gebiet reicht bis hinauf nach Grenchen», blickte Marco Vescovi zurück.

«Es war eine sehr intensive Zeit»

David Gerke wird neuer Präsident, er übernimmt die Vereinsleitung von Marco Vescovi, der den Verein sieben Jahre führte. «Es war eine sehr intensive Zeit, stellte der Kanton Solothurn im 2009 doch von der Pacht- auf das Patentsystem um, jeder Fischer konnte nun das Patent lösen, er braucht nicht mehr in einem Verein zu sein, trotzdem hat unser Verein dadurch doch sehr wenig Leute «verloren», wir haben immer noch 200 Mitglieder», würdigte der neue Vizepräsident Niklaus Misteli die grossen Verdienste von Marco Vescovi. David Gerke arbeitet als Projektleiter für Renaturierungen. In Solothurn kennt man ihn von den Biberführungen und schweizweit als Präsident der Gruppe Wolf Schweiz.

Aktiver «Fischernachwuchs»

Neben Marco Vescovi - er wurde zum Ehrenmitglied ernannt - sind auch noch Claude Tschanz als Protokollführer und Walter Morgenthaler als Sekretär zurückgetreten. In den Vorstand gewählt wird Martin Wagmann, er ist verantwortlich für das Ressort Gewässerbewirtschaftung. Neuer Vizepräsident ist der bewährte Kassier Niklaus Misteli.

Neu im Vorstand ist auch Lukas Müller, er übernimmt die Verantwortung für die Ausbildung der Jungfischer von David Gerke. Gerade beim «Fischernachwuchs» sind die Solothurner seit Jahrzehnten aktiv. «Für dieses Jahr haben sich bereits 22 Jung- und Neufischer für den Kurs angemeldet», freute sich David Gerke.

Als Gast war Stadtpräsident und Nationalrat Kurt Fluri anwesend. «Ich bewundere Eure grosse Arbeit, die Ihr in Eurer Freizeit für die Natur, die Fischerei und Eure Jungfischer leistet», erklärte Fluri.

Und er überreichte dem Verein zum letztjährigen Jubiläum eine schöne Wappenscheibe. «Jetzt benötigen wir an der Solothurner Aare für unseren Verein lediglich noch ein Klublokal, in welchem wir dieses Geschenk an der Wand platzieren können», bedankte sich Marco Vescovi.

Er spielte dabei auf die jahrzehntelange - und bisher leider erfolglose - Suche der Solothurner Fischer nach einem eigenen Fischerhaus an.

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